Schriftgröße

Chrysler kürzt weitere 11 000 Stellen weg

Erstellt 01.11.07, 17:32h

Der Finanzinvestor Cerberus setzt nach seiner Übernahme auf knallharten Stellenabbau. Insgesamt stehen 25 000 Stellen bei Chrysler auf dem Streichungs-Plan. Aber nicht nur Jobs, auch Autos werden wegrationalisiert.

Bild: dpa
Bild vergrößern
Auch die Modellpalette von Chrysler krempeln die neuen Eigner kräftig um.
Bild: dpa
Bild verkleinern
Auch die Modellpalette von Chrysler krempeln die neuen Eigner kräftig um.
Detroit - Der Finanzinvestor Cerberus setzt beim kürzlich übernommenen US-Autobauer Chrysler zu weiteren harten Einschnitten an und streicht nochmals Tausende von Jobs. Zusätzlich zu den noch vom früheren Alleineigentümer DaimlerChrysler im Februar geplanten 13 000 Stellenkürzungen sollen weitere bis zu 11 000 Arbeitsplätze wegfallen. "Die Marktsituation hat sich in den vergangenen acht Monaten dramatisch verändert", begründete Chrysler-Chef Bob Nardelli am Donnerstag in Detroit den drastischen Schritt.

Die Angaben über die aktuelle Zahl der Chrysler-Mitarbeiter variieren je nach Art der Beschäftigungsverhältnisse. Die Auto-Gewerkschaft vertritt rund 48 000 Beschäftigte des Konzerns. In fünf US-Fabriken will der drittgrößte US-Autokonzern nach General Motors und Ford nun komplette Schichten streichen, in weiteren Werken soll die Produktion auf andere Weise zurückgefahren werden. Chrysler-Präsident Tom LaSorda sagte laut einer Mitteilung, Chrysler müsse sich jetzt bewegen, um auf einen schrumpfenden Markt zu reagieren.

Auch die Modellpalette krempeln die neuen Eigentümer kräftig um. Vier Modelle - der Dodge Magnum, die Cabrio-Version des Chrysler PT Cruiser, der Chrysler Pacifica und der Chrysler Crossfire - werden im kommenden Jahr eingestellt. Im Gegenzug will Chrysler mit vier neuen Modellen der Absatzkrise entgegenwirken. Zwei der neuen Autos - der Chrysler Aspen und der Dodge Durango - sollen mit einem Hybridantrieb ausgestattet sein.

Im einzelnen sollen nach dem Kürzungsplan im nächsten Jahr zwischen 8500 und 10 000 Schichtarbeiter-Jobs in der Produktion und weitere rund 1000 Positionen für Angestellte gestrichen werden. Im Februar hatte die frühere DaimlerChrysler AG einen Sanierungsplan aufgelegt, dem insgesamt 13 000 Stellen zum Opfer fallen.

Erst vor kurzem hatte sich Chrysler mit der Gewerkschaft auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Er sollte mit deutlichen Zugeständnissen der Arbeitnehmerseite die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens ermöglichen.

Der Finanzinvestor Cerberus Capital Management hatte im August nach anhaltenden Problemen bei dem schwächelnden US-Autobauer 80,1 Prozent an Chrysler für rund 5,5 Milliarden Euro übernommen. Die restlichen 19,9 Prozent hält der bisherige Stuttgarter Mutterkonzern. Die transatlantische Autoehe war nach neun Jahren im Mai geschieden worden. (dpa)



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Orte des Geschehens

große Karte

Anzeige


Newsticker


Umfrage

Wollen Sie Facebook-Aktien kaufen?
Acht Jahre nach der Gründung wagt Facebook den Gang an die Börse. Bei der Emission der Aktien will das Unternehmen rund vier Milliarden Euro erlösen. Haben Sie vor, in das soziale Netzwerk zu investieren?

Hintergrund


Kölner Stadt-Anzeiger auf dem iPad


Brutto / Netto Rechner

Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.) Steuerklasse

Extra


Service


Tipps


Bildergalerien


Neue Videos – Politik/Nachrichten


Börse - Unternehmen der Region

Aktienkurse regionaler Unternehmen

BAYER 54,17 -1,90%
DEUTZ 5,30 -3,39%
DT. POST 12,95 -0,99%
DT. TELEKOM 8,91 -0,11%
INDUS 21,55 -2,93%
IVG IMMO. 1,91 -4,70%
LANXESS 53,95 -2,79%
LUFTHANSA 10,70 -3,60%
QSC 2,50 -1,96%
SOLARWORLD 4,27 -2,58%

Börsenticker

Aktien Tops & Flops

FMC 54,67 +1,02%
MERCK 81,48 +0,72%
INFINEON 7,49 +0,44%
COMMERZBANK 2,01 -7,62%
DT. BANK 33,55 -4,28%
THYSSENKRUPP 21,98 -4,27%

Glossar



Top-Links (Anzeige)


Hintergrund


Extra


Dienste





Id}/endFuerArtikel.shtml" -->