Erstellt 01.11.07, 17:32h
Die Angaben über die aktuelle Zahl der Chrysler-Mitarbeiter variieren je nach Art der Beschäftigungsverhältnisse. Die Auto-Gewerkschaft vertritt rund 48 000 Beschäftigte des Konzerns. In fünf US-Fabriken will der drittgrößte US-Autokonzern nach General Motors und Ford nun komplette Schichten streichen, in weiteren Werken soll die Produktion auf andere Weise zurückgefahren werden. Chrysler-Präsident Tom LaSorda sagte laut einer Mitteilung, Chrysler müsse sich jetzt bewegen, um auf einen schrumpfenden Markt zu reagieren.
Auch die Modellpalette krempeln die neuen Eigentümer kräftig um. Vier Modelle - der Dodge Magnum, die Cabrio-Version des Chrysler PT Cruiser, der Chrysler Pacifica und der Chrysler Crossfire - werden im kommenden Jahr eingestellt. Im Gegenzug will Chrysler mit vier neuen Modellen der Absatzkrise entgegenwirken. Zwei der neuen Autos - der Chrysler Aspen und der Dodge Durango - sollen mit einem Hybridantrieb ausgestattet sein.
Im einzelnen sollen nach dem Kürzungsplan im nächsten Jahr zwischen 8500 und 10 000 Schichtarbeiter-Jobs in der Produktion und weitere rund 1000 Positionen für Angestellte gestrichen werden. Im Februar hatte die frühere DaimlerChrysler AG einen Sanierungsplan aufgelegt, dem insgesamt 13 000 Stellen zum Opfer fallen.
Erst vor kurzem hatte sich Chrysler mit der Gewerkschaft auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Er sollte mit deutlichen Zugeständnissen der Arbeitnehmerseite die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens ermöglichen.
Der Finanzinvestor Cerberus Capital Management hatte im August nach anhaltenden Problemen bei dem schwächelnden US-Autobauer 80,1 Prozent an Chrysler für rund 5,5 Milliarden Euro übernommen. Die restlichen 19,9 Prozent hält der bisherige Stuttgarter Mutterkonzern. Die transatlantische Autoehe war nach neun Jahren im Mai geschieden worden. (dpa)
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