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Das iphone ist endlich da

Von Maike Steuer, 09.11.07, 00:34h, aktualisiert 09.11.07, 17:29h

Kurz nach Mitternacht war es endlich so weit. Im Telekom-Shop auf der Kölner Schildergasse feierte das futuristische Handy, dass außer Kaffeekochen so ziemlich alles kann, Europa-Premiere.

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Das Apple iPhone
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Das Apple iPhone
T-Mobile iPhone
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Das iPhone wird in Deutschland ab dem 09. November 2007 ausschließlich mit einem T-Mobile-Vertrag verkauft.
T-Mobile iPhone
Dominic Hallau strahlt wie ein Honigkuchenpferd. Für den Software-Manager ist schon heute am 9. November Weihnachten und Geburtstag zugleich. Als einer der Ersten steht er mit der weiß-glänzenden Papiertüte vorm T-Punkt in der Schildergasse, deren kostbarer Inhalt für einen wahren Massenauflauf zu später Stunde sorgte. Diesmal kein dicker Wälzer über den jugendlichen Zauberkünstler Harry Potter, sondern ein 11,6 Millimeter „dickes“ Wunder der Technik, auf das europäische Fans seit Monaten sehnsüchtig warten: das Apple iphone. „Man kauft ja nicht bloß ein Telefon, man kauft ein Gefühl“, schwärmt Hallau und beginnt die Vorzüge seiner Errungenschaft aufzuzählen. Extra aus Bielefeld ist der 26-Jährige mit einem Kumpel gekommen, um sein „vorgezogenes Weihnachtsgeld“ in das kleine Silberne mit dem großen Display zu investieren. „Wir stehen hier seit acht Uhr. Das war wie bei McDonalds zur Mittagszeit“, sagt er grinsend mit Blick auf das nicht enden wollende Gedrängel vorm Geschäft.

Als sich dessen Türen um 0.01 Uhr endlich öffnen, gleicht der Eingangsbereich des Ladens der Inneren Kanalstraße während des Feierabendverkehrs – Stau ohne Ende. In 10er Grüppchen werden die Wartenden in den Laden geschleust, um im Akkord neue Verträge abzuschließen. 49 Euro kostet die günstigste Variante - immerhin inklusive Internetflatrate, 40 Frei-SMS und 100 Frei-Minuten. Kein Schnäppchen, aber „andere kaufen sich einen Koffer für 1000 Euro. Ich dafür ein iphone“, rechtfertigt Klaus Heyert sein Entscheidung für das teure Telefon. Zusammen mit Ehefrau Hilde genießt er den Trubel zu später Stunde und die „Ferienlager-Atmosphäre“. 15 Mitarbeiter des rosa Mobilfunkriesen wuseln durch die Menge und verteilten Fleecedecken, Thermosbecher mit Kaffee und Tee, Regenschirme und Laugenbrezel. Ein Bataillon Heizpilze ersetzt das Lagerfeuer.

Trotz strömenden Regens haben sich auch Marco Sola und seine neun Kollegen aus Ratingen ins Meer aus weißen Schirmen eingereiht. Der Mini-Betriebsausflug war lange geplant, denn alle sind große Fans der Marke mit dem Apfel. „Wir waren erst gemütlich was essen und warten nun darauf, dass es endlich los geht“, so die Truppe unisono. Das iphone sähe einfach schick aus, vernetze die verschiedensten Dienste untereinander und „telefonieren geht ja schließlich auch.“ Unter den Ersten zu sein, die es besitzen, sei sonnenklar gewesen.

Nicht im Regen stehen muss Moderatorin Ruth Moschner. Kaum in Europa auf dem Markt, gehört auch schon ein iphone-Exemplar ihr. „Ich bin der totale Technikfreak und habe zu Hause vier Ipods“, bekennt das inoffizielle „Igirl“ des Abends. Das iphone sei ein echtes Frauenhandy, aber nicht tussimäßig, sondern einfach nur cool. „Es ist ein Mittelstandsluxusgerät mit einer sehr sympathischen Ausstrahlung“, schwärmt die Blondine.

Derweil geht es vorm Eingang nur im Schritttempo voran. „Wir rechnen so mit halb drei“, schätzt Gerhardt Schierhorn. Zusammen mit einem Arbeitskollegen hatte der Hamburger die ungemütliche Warterei auf der Shoppingmeile dem geselligen Bier trinken an der Hotelbar vorgezogen, denn „das iphone ist jetzt schon Kult. Es zu besitzen ist ein sehr sensitives Erlebnis. Man muss es einfach fühlen.“ Und das werden sie früher oder eben später, denn für jeden der rund 400 Kaufwilligen sei ein Gerät oder auch zwei vorhanden, versichert T-Mobile-Mann René Bresgen. „Jeder kriegt eins. Wir haben vorgesorgt und sind sehr zufrieden, wie es bis jetzt läuft.“

Der reguläre Verkauf des 399 Euro-Geräts beginnt in den insgesamt 700 T-Punkten heute zu den regulären Öffnungszeiten.



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