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Ein Beitrag zum Umweltschutz

Von HANS-JÜRGEN DEGLOW, 12.11.07, 20:49h, aktualisiert 13.11.07, 11:03h

Millionen ausrangierter Handys landen in Schränken, Schubladen, Regalen - oder im Hausmüll. Die Deutsche Umwelthilfe und der „Kölner Stadt-Anzeiger” starten unter dem Motto „Geben Sie uns Ihr Handy!“ eine bislang einmalige Sammelaktion.

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Für jedes eingeschickte Gerät erhält die Deutsche Umwelthilfe eine Geldspende.
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Für jedes eingeschickte Gerät erhält die Deutsche Umwelthilfe eine Geldspende.
Millionen ausrangierter Handys landen in Schränken, Schubladen, Regalen - oder im Hausmüll. Während Computer im Durchschnitt nach fünf Jahren durch einen neuen PC ausgetauscht werden, fällt der Griff zum neuen Mobiltelefon viel leichter. Meist laufen Verträge nach zwei Jahren aus, spätestens dann gibt es zur Verlängerung des Kontraktes ein neues Gerät dazu. Doch die unbenutzten Handys sind viel zu schade, um sie in den Müll zu werfen oder in einer Schublade verstauben zu lassen.

Wer nicht weiß, was er mit seinem alten Schätzchen machen soll, der hat nun die Chance, es einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. Die Deutsche Umwelthilfe und der „Kölner Stadt-Anzeiger“ starten unter dem Motto „Geben Sie uns Ihr Handy!“ an diesem Mittwoch eine bislang einmalige Sammelaktion. Der Aufruf richtet sich an alle Leser im Verbreitungsgebiet, die ein oder mehrere Handys loswerden wollen. Jeder Ausgabe des „Kölner Stadt-Anzeiger“ wird morgen ein Freiumschlag beigelegt, der für die Rücksendung von Mobiltelefonen bestimmt ist (siehe Kasten „So geht's für Privatleute“). Das Unternehmen T-Mobile - Partner der Deutschen Umwelthilfe beim Einsammeln von Althandys - hatte bereits 2003 ein Rücknahmesystem für gebrauchte Geräte eingeführt. Noch vor Inkrafttreten der Elektro-Altgeräte-Richtlinie 2005, die Hersteller zur Rücknahme des mobilen Sondermülls verpflichtet.

Und so funktioniert die Aktion: Für jedes Handy, das in einer Tüte eingeschickt wird, spendet T-Mobile 5 Euro direkt an die Deutsche Umwelthilfe, die sich damit im Umwelt- und Naturschutz engagiert und beispielsweise die Renaturierung von Flussarmen finanziert. Hier kooperiert die Deutsche Umwelthilfe auch eng mit Organisationen wie dem Naturschutzbund Deutschland und dem Bund für Umwelt- und Naturschutz. Mit der Rückgabe der ausrangierten Handys leisten Leser des „Kölner Stadt-Anzeiger“ also einen wertvollen Beitrag zur Schonung der Umwelt und der natürlichen Ressourcen.

Ein gesonderter Aufruf richtet sich an mehr als 440 Schulen in Köln und die umliegenden Städten und Kreise. Sie können sich direkt an die Deutsche Umwelthilfe wenden und sich auf der Homepage als Sammelgruppe anmelden (Adresse siehe Kasten „So geht's für Schulen“). Der Reiz dabei ist, dass Schulen, die alte Mobiltelefone bei Schülern, Eltern und Lehrern einsammeln, einen Teil des Erlöses für eigene Umwelt- und Naturschutzprojekte erhalten. Denn für jedes zurück- gesendete Handy spendet T-Mobile als Partner der Aktion 5 Euro an die Deutsche Umwelthilfe. Die Umwelthilfe gibt wiederum für jedes eingeschickte Handy 2,50 Euro als Zuschuss für ein Umweltprojekt an die Schule zurück. Beispiel: Werden an einer Schule 1000 Geräte gesammelt, bekommt die Einrichtung 2500 Euro für die Anlage eines Ökogartens oder ähnlicher Projekte. Über ausgewählte Schulprojekte im Naturschutz wird der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichten.

Aber was macht alte Handys überhaupt so gefährlich? Alte Handys enthalten einerseits wertvolle Rohstoffe, die wiedergewonnen werden können, und sind andererseits mit Schadstoffen oder Schwermetallen wie Blei belastet. Das Umweltbundesamt schätzt, dass in Deutschland rund 60 Millionen Handys unbenutzt herumliegen. Das sind umgerechnet drei Tonnen Gold, 30 Tonnen Silber, 1900 Tonnen Kupfer und 151 Tonnen Aluminium. Zwei Drittel der Altgeräte können sogar wieder funktionsfähig gemacht werden.

Zunächst wird untersucht, ob Gerät und Akku noch funktionsfähig sind. Häufig sind es zwar Geräte älterer Bauart, für die es in Europa so gut wie keinen Markt gibt. Aber in Afrika beispielsweise ist jedes Telefon hilfreich und willkommen. Die Mobiltelefone werden deshalb zum größten Teil dorthin geliefert.

Von den defekten Handys werden noch nutzbare Teile für die Reparatur anderer Geräte eingesetzt, der Rest wird zerlegt beziehungsweise wieder aufbereitet. Insgesamt können etwa 80 Prozent eines Handys wieder verwendet werden.



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