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Der drohende Problemfall Novakovic

Von Frank Nägele und Stephan Klemm, 19.11.07, 16:32h, aktualisiert 19.11.07, 22:38h

Der Top-Stürmer des 1. FC Köln, Milivoje Novakovic, wird nur im Fall des Aufstiegs zu halten sein. Helmut Kremers, der Berater des Slowenen, spricht vom Interesse mehrerer Bundesligisten.

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Milivoje Novakovic
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Milivoje Novakovic
Köln - Sollte der 1. FC Köln am Ende dieser Saison in die Bundesliga aufsteigen, wird er das zu einem großen Teil dem Stürmer Milivoje Novakovic zu verdanken haben, der die Torjägerliste der Zweiten Liga nach 14 Spielen mit elf Treffern anführt. Sollte der Klub das große Saisonziel jedoch nicht erreichen, wird es ein Problem mit genau diesem Spieler geben. Der Slowene hat in den letzten Wochen ganz deutlich gemacht, dass er nicht noch ein Jahr im Unterhaus spielen wird und in zwei Interviews von einer Ausstiegsklausel gesprochen. Zwar wird die Existenz eines solchen Vertragsdetails von FC-Manager Michael Meier glaubhaft bestritten („Es gibt keine Klausel“), aber das schmälert das Interesse an Novakovic nicht. „Es stimmt, dass es keine Klausel gibt“, sagt dessen Berater Helmut Kremers, „aber wenn der FC nicht aufsteigt, wird es trotzdem sehr schwer für ihn, Novakovic zu halten.“

Inzwischen beschäftigt sich nach einer Meldung des „Kicker“ offenbar auch der FC Schalke 04 konkret mit dem spindeldürren Stürmer aus der Zweiten Liga. Kremers mochte das Werben seines ehemaligen Klubs zwar nicht bestätigen, das grundsätzliche Interesse namhafter deutscher Vereine dagegen schon. Kremers spricht von „mehreren Bundesligisten“, deren Interesse an Novakovic ihm bekannt sei. Offiziell verhandeln darf natürlich kein Verein mit dem Stürmer, dessen Vertrag in Köln noch bis 2009 läuft. Das verhindert eine Schutzklausel, die direkte Kontaktaufnahme zwischen werbenden Klubs und fremden Spielern erst in den letzten sechs Monaten der Laufzeit eines Vertrages erlaubt. Aber Angebot und Nachfrage finden sich meistens von selbst. Nicht zufällig verweist Kremers darauf, dass sein Klient in Köln lange verkannt worden sei: „Der Einzige, der am Anfang zu ihm hielt, war doch Manager Michael Meier.“

FORUM: Mission Wiederaufstieg

Dass Novakovic im Durchsetzen seiner Ziele nicht zimperlich ist, bewies er im Sommer 2005, als er trotz eines bis 2007 laufenden Vertrages beim Linzer ASK zu Litex Lowetsch nach Bulgarien reiste, wo er nach einem Uefa-Schiedsspruch anheuern durfte. Neulich sagte der Slowene in einem Interview: „Jetzt will ich erst einmal den Aufstieg. Ich will nicht mehr gegen Paderborn oder Wehen antreten, sondern gegen Bayern, Schalke.“ Oder, wenn es mit dem Aufstieg nicht klappt, mit Schalke gegen Bayern.



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