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Schnell auch ohne DSL

Von Stefanie Zenke, 20.12.07, 19:46h, aktualisiert 20.12.07, 19:47h

Längst nicht alle Haushalte surfen schon mit DSL - und plagen sich mit einem Modem oder ISDN. Weil ein Breitbandanschluss nicht überall verfügbar ist, stellt sich die Frage nach Alternativen.

Schnell auch ohne DSL
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Nicht überall verfügbar - auf dem Land werden Breitbandkabel nur mancherorts verlegt. (Bild: Deutsche Telekom/dpa/tmn)
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Nicht überall verfügbar - auf dem Land werden Breitbandkabel nur mancherorts verlegt. (Bild: Deutsche Telekom/dpa/tmn)
Rostock/Stuttgart - Noch gibt es das langsame Internet: Längst nicht alle Haushalte surfen mit DSL - und plagen sich mit einem Modem oder ISDN. Weil ein Breitbandanschluss nicht überall verfügbar ist, stellt sich die Frage nach Alternativen.

Die Anbieter der Breitbandleitungen bevorzugen bei ihren Investitionen die profitableren Ballungsräume. Auf dem Land kann es mit dem schnellen Internet schwierig werden. Laut einer Studie des Berliner Forschungsinstituts DIW sollen sich im kommenden Jahr 98 Prozent der Bürger nach dem Willen der Bundesregierung an Breitbandnetze anschließen lassen können.

Eine vollwertige Alternative ist ein Internetzugang via TV-Kabel. «Voraussetzung für einen Zugang über das Kabel ist ein in zwei Richtungen ausgebauter Anschluss», erklärt Joachim Geburtig von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern in Rostock. Über eine einzige Leitung können im Idealfall Internet, Telefon und das Fernsehgerät genutzt werden. Kabelkunden sollten bei ihrem Anbieter nachfragen.

Wo der Kabelausbau erfolgt ist, kann man mit einer Datenrate von bis zu 20 Mbit/s ins Internet gehen, wenn ein entsprechender Vertrag mit dem Kabelnetzbetreiber geschlossen wurde. «Leider ist Kabel nicht überall verfügbar», dämpft Heiner Scheffold von der Clearingstelle «Neue Medien im Ländlichen Raum» in Stuttgart die Erwartungen.

Drahtlosrer zugang per Funk

Ein drahtloser Zugang ins Internet kann per Funk ermöglicht werden. «Eine geeignete Alternative zu DSL ist WLAN», sagt Geburtig. Für das Wireless Local Area Network ist ein Funk-Modem notwendig, das die Verbindung zwischen dem PC und dem Richtfunknetz herstellt. «Interessanter als WLAN ist WiMAX», findet hingegen Oliver Goretzki von der Internetagentur MedienProjekte aus Ebsdorfergrund in Hessen. Bei WiMAX (Worldwide Interoperability for Microwave Access) sei die Reichweite besser, sagt er. Gegebenenfalls muss eine Antenne außerhalb der Wohnung angebracht werden, um den Empfang zu verbessern. Auch UMTS fällt unter die mobile Zugangstechnik ins Netz. Bei UMTS, WLAN oder WiMAX gibt es aber ebenfalls oft das Problem mit der Verfügbarkeit.

Eine andere Alternative zum DSL-Anschluss ist der Breitbandzugang über Satellit. «Diese Möglichkeit ist ein Krückstock», sagt Goretzki. Bei den meisten handele es sich um «Einwegsysteme», wo nur der Rückkanal über Satellit funktioniert. Daten wie Mails und Uploads gehen hingegen über eine normale Schmalbandverbindung. Und das kann laut Scheffold die Kosten in die Höhe treiben. Daher ist diese Lösung nur in Einzelfällen wirtschaftlich. Einen Vorteil hat sie immerhin: Internet via Satellit ist bundesweit verfügbar. Erforderlich ist lediglich eine Schüssel auf dem Dach.

Auch die Stromleitung kann eine Breitbandanbindung ermöglichen. Nur wenige Städte haben jedoch diese Alternative ausprobiert. «Das Signal ins Haus zu bringen ist kompliziert, und zudem gibt es immer wieder technische Probleme mit den Stromkreisen», sagt Ralf Sauerzapf von der Deutschen Telekom in Bonn.

Internet: www.kein-dsl.de

Internet: www.clearingstelle-bw.de (dpa/tmn)



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