Von JESSICA BACKHAUS, 17.12.07, 11:57h
Etwas befremdlich mutet zunächst die Seite www.schutzgeld.de an. Sie ist in Mafia-Slang gehalten und hat so den Touch des Verruchten. Die Anmeldung funktioniert problemlos und schnell und auch auf die verständlich formulierten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) wird ausdrücklich hingewiesen. So hatte ich dann auch ein gutes Gefühl, als ich das besondere Tagesangebot, einen MP3-Player mit einem Gigabyte Speicherkapazität und FM-Transformer bestellte. Beim Absenden des Bestellformulars baute ich eine kleine Schwierigkeit ein: Statt Versand wählte ich die Option „Selbstabholung“. Allerdings hatte ich keineswegs die Absicht, die Ware in Düsseldorf abzuholen. Das teilte ich dem Anbieter dann auch in einer E-Mail mit - die leider mehr als 36 Stunden auf ihre Beantwortung wartete. Na ja. Dann teilte mir aber endlich ein „schutzgeld.de“-Mitarbeiter mit, dass die Umstellung auf Versand selbstverständlich kein Problem darstelle und ich doch bitte vier Euro Versandpauschale zusätzlich überweisen soll. Das tat ich auch und nach fünf Tagen kam das Gerät zum Gesamtpreis von 37,33 Euro dann schließlich bei mir an.
Bei der Sportartikel-Plattform www.sportlet.de bestellte ich ein Fußball-Trikot der Deutschen Nationalmannschaft. Diese Seite wirkt durch ihren professionellen Auftritt absolut seriös und auch die Anmeldung mit Hinweis auf die AGB ist einfach und schnell abzuhaken. Bezahlt habe ich das Trikot nachmittags per Kreditkarte, bereits am nächsten Morgen wartete in meinem Postfach die Versand-Benachrichtigung des Anbieters, nur zwei Tage später lag das Päckchen abends bei der Heimkehr auf dem Küchentisch. Das war wirklich fix. Und statt der vom Hersteller adidas empfohlenen 64,95 Euro zahlte ich für das Trikot mitsamt Versandkosten nur 30,45 Euro. Eine Ersparnis von mehr als 50 Prozent - ein wirkliches Schnäppchen.
Wie auch schutzgeld.de bietet mein letzter Testanbieter www.preisbock.de leider nicht die Möglichkeit der unkomplizierten Kreditkarten-Abwicklung. Stattdessen wähle ich die Überweisung. Die Philips-Bierzapfanlage „Perfect Draft“ für zu Hause kostet im Handel ab 135 Euro aufwärts. Mich hat sie bei preisbock.de inklusive Versand 109,80 Euro gekostet - mindestens 25 Euro gespart.
Fazit: Nach meinen drei Selbstversuchen kann ich nur sagen, dass „Live-Shopping“ im Internet war für mich ein voller Erfolg. Die Abwicklung erfolgte schnell und seriös, alle Teile waren gut verpackt und nahmen beim Transport keinerlei Schaden. Außerdem habe ich drei richtig günstige Schnäppchen gemacht.
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