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Landespreis für Tierschützerin aus Esch

Erstellt 27.11.07, 17:35h

Bad Münstereifel - Es sind mittlerweile 150 Tiere. Von Schafen und Ponys über Katzen und Hunde bis zu Dohlen und Enten. Carmen Weltersbach erhielt jetzt den Tierschutzpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.

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Carmen Weltersbach erhielt den NRW-Tierschutzpreis.
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Carmen Weltersbach erhielt den NRW-Tierschutzpreis.
Bad Münstereifel - „Bei einer Pferderettungsaktion fand ich einen Ganter im Stall ohne Wasser, ohne Nahrung und mit einer Verletzung am Schnabel. Ich schnappte mir »Gänsi«, lief mit ihm zum Auto, und wir zwei fuhren frohen Herzens nach Hause. Dort erwartete ihn eine gute Mahlzeit, ein gänsegerechter kleiner Teich und weitere Artgenossen.“ So schildert Carmen Weltersbach, wie sie und Ganter „Gänsi“ einst zusammenfanden.

Wobei „Gänsi“ bei weitem nicht das einzige Tier ist, das die Frau auf ihrem Hof im Münstereifeler Höhenort Esch beherbergt. Es sind mittlerweile schätzungsweise 150 - von Schafen und Ponys über Katzen und Hunde bis zu Dohlen, Hühnern und Enten. Dass sich Carmen Weltersbach seit Jahren intensiv um diese Tiere kümmert, hat ihr jetzt den Tierschutzpreis des Landes Nordrhein-Westfalen eingebracht, der am gestrigen Dienstag zum ersten Mal verliehen wurde.

Die mit jeweils 3000 Euro dotierte Auszeichnung soll die Arbeit engagierter Tierschützer unterstützen, wie Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) in der Feierstunde erklärte. Der Preis wird künftig alle zwei Jahre vergeben; diesmal ging er an vier unterschiedliche Projekt.

Der 1991 gegründete Hof in Esch beherbergt eine Reihe von Tieren, denen es bei ihren früheren Besitzern nicht so gut ergangen ist - darunter auch einige Hühner, die aus Legebatterien stammen und unter erheblichen Verletzungen litten. „Ich freue mich natürlich sehr darüber, dass ich zu den ersten Preisträgern zähle“, berichtete Carmen Weltersbach gestern auf Anfrage. Allerdings wird das Preisgeld gleich wieder in die Tiere investiert, deren Unterhalt jeden Monat um die 3000 Euro verschlingt.

Da die Escherin als Tierheilpraktikerin finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, kann sie im Augenblick keine weiteren Tiere aufnehmen. Unterstützung bei der Betreuung ihres kleinen Zoos bekommt sie nur durch eine Ein-Euro-Kraft und durch Freunde, die ihr manchmal helfen. Der 1998 gegründete Verein „Tierhaus e.V.“ mit rund 50 Mitgliedern versucht, Spenden für die engagierte Tierschützerin zu sammeln. (hoc)



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