Schriftgröße

Militärringstraße tiefer legen

Von MATTHIAS PESCH, 28.11.07, 19:46h, aktualisiert 28.11.07, 22:22h

Die Stadt will nach dem deutlichen Votum aus dem Bürgerhaushalt mit Nachdruck die Planungen für einen Umbau der Kreuzung Militärringstraße / Luxemburger Straße vorantreiben.

BILD: HENNES
Bild vergrößern
Eine der schlimmsten Staufallen: die Kreuzung Militärring/Luxemburger Straße. Jetzt gibt es die Hoffnung auf eine Lösung.
BILD: HENNES
Bild verkleinern
Eine der schlimmsten Staufallen: die Kreuzung Militärring/Luxemburger Straße. Jetzt gibt es die Hoffnung auf eine Lösung.
Die Stadt will nach dem deutlichen Votum aus dem Bürgerhaushalt mit Nachdruck die Planungen für einen Umbau der Kreuzung Militärringstraße / Luxemburger Straße vorantreiben. „Wir werden mit dem Rückenwind des Bürgerhaushalts auf unsere Partner zugehen“, sagte Baudezernent Bernd Streitberger dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Fast 440 Bürger hatten die Beseitigung des Nadelöhrs gefordert, an dem nicht nur die beiden vielbefahrenen Straßen, sondern auch Eisenbahn- und Straßenbahngleise zusammentreffen. Im Verkehrsausschuss teilte die Verwaltung jetzt mit, dass sich in Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßen NRW und der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) eine Tieferlegung des Militärrings als bevorzugte Variante herauskristallisiert habe. Wann der Umbau realisiert wird, ist allerdings offen und hängt unter anderem davon ab, wann der Landesbetrieb die Ortsumgehung Hürth baut und in diesem Zug die Luxemburger Straße zwischen Autobahn-Anschluss Klettenberg und Militärring vierspurig erweitert. Wenn alle planungsrechtlichen, finanziellen und Eigentumsvoraussetzungen erfüllt seien, könnte nach Einschätzung des Landesbetriebs im Herbst 2010 mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Was den Zeitplan für den Umbau der Kreuzung angeht, wagt Dezernent Streitberger nur eine vage Prognose: Möglicherweise 2012 / 2013 könnten die Arbeiten starten. Vorher müsste auch die Finanzierung sichergestellt werden: Bauträger sind Landesbetrieb Straßen, HGK und Stadt Köln; das Geld müsste aus verschiedenen Töpfen kommen.

Während im Kölner Westen also langfristig möglicherweise ein Nadelöhr verschwindet, entsteht im Zuge der Nord-Süd-Stadtbahn ein Neues: Die Bahntrasse, die oberirdisch von der Bonner Straße zum Rheinufer abzweigen wird, muss südlich der Südbrücke die vielbefahrene Rheinuferstraße queren, um an die heutigen Gleise anzuschließen - Staus sind zu erwarten. Streitberger sicherte zu, Stadt und Kölner Verkehrs-Betriebe würden „systematisch und seriös“ alle Möglichkeiten prüfen, um die Verkehrsströme zu entzerren. Eine denkbare Variante wäre, die Rheinuferstraße unter der Bahntrasse hindurchzuführen. Eine rund 40 Millionen Euro teure Tieferlegung der Bahn, die Streitberger nach seinen eigenen Angaben befürwortet hätte, sei nicht mehr möglich gewesen. Eine Änderung des Planfeststellungsverfahrens hätte öffentliche Zuschüsse gefährdet, „und das wollten wir nicht riskieren“.

Kommentar Seite 33



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Orte des Geschehens

große Karte

Anzeige


Anzeige


Umfrage

Mehr autofreie Zonen für Köln?
Der Platz vor der Eigelsteintorburg ist schon autofrei, nun soll der Chlodwigplatz folgen. Auch für den Neumarkt schlägt der Masterplan vor, eine Seite für den Verkehr zu sperren. Ist das sinnvoll?


Special


Anzeige




Modisch aufgefallen


Junge Zeiten


Bildergalerien


Termine

Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Neue ksta.tv-Videos aus Köln




Offene Schulen


Top-Links (Anzeige)



Weitere Serien


ksta shop


Aktuelle Verkehrsinfos


Service


Mein ksta.de


ksta.de auf Facebook

KSTA auf Facebook

Aktion


Aktion



Hintergrund


Stadtmenschen Community


Extra


Dienste