Von CHRISTIAN RATH, 09.12.07, 21:04h
Außerdem wollen die Polizeispitzen einen Spähangriff auf Wohnungen einführen, der den Lauschangriff ergänzt. Es würde die Auswertung der abgehörten Gespräche erleichtern, wenn eine Videokamera die Aufnahmen des Mikrofons ergänzte. Bisher ist bei Abhöraktionen oft unklar, wer spricht und wer überhaupt im Raum ist. Außerdem könnte so auch die Übergabe von Drogen, Waffen oder Geld dokumentiert werden. Über Spähangriffe wird bereits seit 1997 diskutiert.
Das Polizei-Papier wertet auch die Erfahrungen mit der Überwachung der mutmaßlichen Terrorzelle um den Ulmer Konvertiten Fritz G. aus, die Anfang September bei Anschlagsvorbereitungen im Sauerland festgenommen wurde. Da Fritz G. häufig wechselnde Call-Shops und Internet-Cafés nutzte, in denen anonym telefoniert oder im Internet gesurft werden kann, sollen diese künftig besser überwacht werden. Außerdem haben die Dschihadisten sich unbemerkt über private ungeschützte W-Lan-Netze ins Internet begeben. Unter W-Lan („Wireless Local Area Network“) versteht man den Zugang ins Internet per Funk.
Deshalb soll die Polizei mehr
„W-Lan-Catcher“ anschaffen, die die Kontrolle von W-Lan-Kommunikation erlauben, indem sie einen Zugangspunkt fürs Internet simulieren. Schließlich will die Polizei auch mehr Spitzel für die „aktive Informationsgewinnung“ einsetzen. Das Bundeskriminalamt wollte den Bericht am Sonntag auf Anfrage dieser Zeitung nicht kommentieren.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige

Frankfurter Rundschau
Bundespräsident Christian Wulff - Wulffs Sylt-Reise in der KritikFlughafen Frankfurt - Bouffier verspricht Fluglärm-Plan

EXPRESS
Pokal-Liveticker - Gladbach in Berlin nur auf Durchreise nach Berlin?Geburtstagsfeier mit Folgen - Darum ist dieser Audi so vereist

Spiegel Online
Insolvente Drogeriekette: Anton Schlecker zieht sich erst im Sommer zurückRache für Entlassung: Ex-Direktor klaut Mammut-Stoßzähne aus Museum