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Mit Ökostrom ein Zeichen setzen

Erstellt 03.01.08, 20:43h

Seit Jahresbeginn bezieht die Stadt ihren Strom aus erneuerbaren Quellen. Wegen der wachsenden Nachfrage konnte die SWB im vergangenen Jahr die Preise für die umweltfreundliche Energie senken.

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Auch für das Stadthaus bezieht die Stadt Öko-Strom.
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Auch für das Stadthaus bezieht die Stadt Öko-Strom.

Bonn - Seit dem 1. Januar laufen die Lampen, Computer und auch alle anderen elektrischen Geräte im Alten Rathaus und im Stadthaus mit Ökostrom. Die Stadt Bonn hat sich entschlossen, sich mit Jahresbeginn von den Stadtwerken nur noch mit Strom aus erneuerbaren Quellen beliefern zu lassen. Sie will mit diesem Schritt ein Zeichen setzen. Denn die beiden Liegenschaften verbrauchen im Jahr rund 7,4 Gigawattstunden. Wenn dieser Bedarf nun mit Ökostrom gedeckt wird, sei dies schon ein beachtlicher Beitrag zum Umweltschutz, hieß es.

„Ökostrom für das Alte Rathaus und das Stadthaus ist eine gute Investition in eine gesunde Umwelt“, erklärte Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann. „Uns ist als Bundes- und als UNO-Stadt der Schutz natürlicher Ressourcen und die CO²-Ersparnis durch den Bezug des Ökostroms ein dringendes Anliegen. Ich freue mich, dass wir diesen Schritt nun gegangen sind und den Naturstrom von unseren Stadtwerken beziehen.“

Es ist aber nur ein erster Schritt, denn zunächst bezieht die Stadt „Bronze-Ökostrom“, mittelfristig will sie dann auf „Gold-Ökostrom“ umsteigen. Das bedeutet, dass die SWB zunächst einen Ökostrom liefern, der sich zwar vollständig aus regenerativer Energie speist, jedoch noch keinen Zuschuss für den Bau zusätzlicher Naturstrom-Erzeugungsanlagen enthält.

Kostenfrage

Der Grund für die Auswahl sind die Kosten; denn für die jetzt erfolgte Investition muss der Stadtkämmerer jährlich rund 15 000 Euro mehr zur Verfügung stellen, der noch „bessere“ Ökostrom würde 150 000 Euro jährliche Mehrkosten verursachen.

„Wir freuen uns natürlich sehr, dass sich die Stadt Bonn für ein Produkt aus unserem Ökostrom-Angebot entschieden hat“, sagte Peter Weckenbrock, Geschäftsführer von SWB Energie und Wasser. „Und wir hoffen, dass es viele Behörden, Institutionen und Privatpersonen in Bonn gleich tun und damit regenerative Energien unterstützen.“ SWB Energie und Wasser liefert den Ökostrom auf Basis von so genannten RECS-Zertifikaten. Diese Zertifikate (Renewable Energy Certificate System) garantieren Strom aus regenerativer Erzeugung. Der Naturstrom wird gespeist aus Wasserkraft, Wind, Biomasse oder Solarenergie. Es wird eine vertraglich festgelegte Strommenge innerhalb eines definierten Zeitraums aus regenerativen Energien erzeugt.

Die wachsende Nachfrage nach Ökostrom gab im vorigen Jahr den Stadtwerken die Möglichkeit, die Preise für Naturstrom zu senken. So würden die Ökostrom-Produkte finanziell immer interessanter für Bonner Kunden, sagte Weckenbrock. (kf)



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