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Jugendkriminalität in Köln steigt

Erstellt 09.01.08, 22:23h, aktualisiert 10.01.08, 11:30h

Die Zahl jugendlicher Straftäter in Köln steigt weiter an. Sowohl die Zahl der Tatverdächtigen zwischen 14 und 21 Jahren als auch die Zahl der Straftaten sind im Vergleich zu 2006 „deutlich gestiegen“. In der großen Koalition verschärft sich derweil der Streit ums Jugendstrafrecht.

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Jugendliche Straftäter wegzuschließen ist keine Antwort auf steigende Gewalt.
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Jugendliche Straftäter wegzuschließen ist keine Antwort auf steigende Gewalt.
Köln / Berlin - Die Zahl jugendlicher Straftäter in Köln steigt weiter an. Zwar wird die offizielle Kriminalstatistik für das Jahr 2007 erst in einigen Wochen vorgestellt, doch wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ aus Ermittlerkreisen erfuhr, ist der Trend beunruhigend. Sowohl die Zahl der Tatverdächtigen zwischen 14 und 21 Jahren als auch die Zahl der Straftaten seien im Vergleich zu 2006 „deutlich gestiegen“, heißt es. Auch der Anteil nichtdeutscher Schüler und Heranwachsender unter den ermittelten Verdächtigen habe sich erhöht.

Steigerungen verzeichnen Landeskriminalamt und Polizei vor allem bei den Delikten Raub und Körperverletzung. Etwa zehn Prozent mehr Tatverdächtige als 2006 ermittelte die Kripo zum Beispiel nach Raubüberfällen.

Bereits 2006 registrierte die Polizei zehn Prozent mehr Tatverdächtige unter 21 Jahren als 2005. Die Kripo ermittelte 4200 zumeist männliche Jugendliche, die Opfern Gewalt angetan hatten. Zum Vergleich: 2002 waren es noch 3700 Tatverdächtige. Beim Raub lag die Zahl der Verdächtigen 2006 bei 906: Das waren 121 mehr als im Jahr zuvor, allerdings knapp weniger als noch vor fünf Jahren.

Rückläufig waren die Zahlen im Langzeitvergleich vor allem bei den Delikten Taschendiebstahl, Ladendiebstahl und Wohnungseinbruch.

Bei der Kölner Polizei kümmert sich ein spezielles Kommissariat derzeit um etwa hundert sogenannte jugendliche „Intensivtäter“, die immer wieder mit Straftaten auffallen. (ts)



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