Von BERND F. HOFFMANN, 05.02.08, 08:15h
Deutz - Ein hartes Stück Arbeit liegt hinter Martin Kwapis, Mario Schubert und Christopher Stoll. Drei Monate lang tüftelten die drei Schüler der Werner-von-Siemens-Schule im Rahmen ihrer Projektwochen an einer neuer Software. Damit ist es jetzt unter anderem möglich, Prozesse im Maschinenbau zu automatisieren. Konstrukteure können nun binnen weniger Sekunden komplexe Listen überprüfen, für die sie zuvor mehrere Stunden benötigten. „Das ist schon eine enorme Zeitersparnis“, bilanzierte der 26-jährige Mario zufrieden.
Bis zu diesem Ergebnis war es jedoch für die drei Schüler ein steiniger Weg. „Wir mussten Vorgaben der Firma erfüllen, bei der wir in den vergangenen Wochen im Rahmen unserer Ausbildung gearbeitet haben. Sie stellt Produkte für den Bereich Maschinenbau her“, berichtete Martin Kwapis. Das Trio musste innerhalb kürzester Zeit eine neue Programmiersprache lernen und auch spezielle Wünsche der Firmenkunden berücksichtigen - eine Menge Stress also für Martin, Mario und Christopher.
Baustein für die Ausbildung
Bei der Kundenabnahme wurden zudem kleinere Fehler entdeckt, die von den drei jungen Entwicklern unter Zeitdruck beseitigt werden mussten. „Aber letztendlich hat doch noch alles geklappt“, äußert Mario Schubert sichtlich zufrieden.
Das arbeitsintensive Projekt war für die Schüler ein wichtiger Baustein für die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker. „Bei den Projekten können unsere Schüler wirkliche Praxiserfahrungen sammeln und Strukturen in mittelständischen Unternehmen kennen lernen“, erläuterte Werner-von-Siemens-Schulleiter Helmut Iwers. Insgesamt 25 Schüler, die vor der Ausbildung an der Werner-Siemens-Schule eine fünfjährige Berufserfahrung in einem elektrotechnischen Beruf vorweisen müssen, waren in den vergangenen Wochen in elf verschiedene Firmenprojekte eingebunden. Eine Gruppe kümmerte sich um die Neustrukturierung von Datenbanken und Interseiten, andere Schüler schrieben sogar die Software für eine komplette Verkehrsampelsteuerung.
Die Mühe lohnt sich allerdings für die meisten Absolventen, denn mit einem erfolgreichen Abschluss stehen ihnen auf dem Arbeitsmarkt alle Türen offen. „Der Technikerberuf ist sehr gefragt“, bestätigte Schuleiter Iwers.
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