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Ende des Hollywood-Streiks in Sicht

Erstellt 11.02.08, 08:48h, aktualisiert 11.02.08, 08:53h

In Hollywood zeichnet sich ein Ende des monatelangen Arbeitskampfs ab. Die Autorengewerkschaft sprach sich für die Annahme eines neuen Arbeitsvertrags mit den Film- und Fernsehstudios aus.

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Streikende Drehbuchautoren bei einem Protestmarsch durch Hollywood.
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Streikende Drehbuchautoren bei einem Protestmarsch durch Hollywood.
New York/Los Angeles - In Hollywood ist ein Ende des mehr als drei Monate dauernden Arbeitskampfs in greifbare Nähe gerückt. Der Vorstand der streikenden Autorengewerkschaft sprach sich am Sonntag einstimmig für die Annahme eines neuen Arbeitsvertrags mit den Film- und Fernsehstudios aus.

Schon am Dienstag sollen die rund 12 000 Gewerkschaftsmitglieder bei Versammlungen in New York und Los Angeles über ein mögliches Ende des Streiks abstimmen. Sie könnten dann bereits am Mittwoch die Arbeit wieder aufnehmen, die TV-Gala zu Verleihung der Oscars am 24. Februar wäre gerettet. Über den Arbeitsvertrag sollen die Drehbuchautoren gesondert in einer schriftlichen Abstimmung entscheiden.

Bessere Vergütung für die Autoren

"Das ist die beste Vereinbarung, die diese Gewerkschaft in 30 Jahren ausgehandelt hat", sagte Verbandschef Patric Verrone nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN. Der neue Drei-Jahres-Vertrag sieht eine bessere Vergütung für die Autoren bei der Weiterverwertung ihrer Arbeiten im Internet vor. In den ersten beiden Jahren erhalten sie eine Pauschalsumme von maximal 1200 Dollar, im dritten Jahr werden sie prozentual an den Vertriebseinnahmen beteiligt. Die Frage der Internetnutzung war der zentrale Streitpunkt des Arbeitskampfs.

"Wenn die Produzenten Geld bekommen, bekommen wir auch Geld", sagte Verrone. "Dieser Vertrag macht das zu einer Realität." Bereits am Samstag hatten die Drehbuchschreiber bei Mitgliederversammlungen in New York und Los Angeles Einverständnis mit den Kernpunkten der Vereinbarung signalisiert. Die jetzt geplante schriftliche Abstimmung wird etwa zwei Wochen dauern.

Der seit 5. November laufende Streik hatte zahlreiche Film- und Fernsehprojekte in Hollywood lahmgelegt. Tausende Arbeitsplätze gingen verloren. Die Golden-Globe-Gala am 13. Januar fiel wegen des Arbeitskampfs aus.

Die Verleihung der Grammy-Musikpreise am Sonntag in Los Angeles war durch den Streik nicht gefährdet. Die Autorengewerkschaft hatte den Veranstaltern eine Sondererlaubnis erteilt, nach der ihre Mitglieder aktiv an der Musikshow mitwirken und Bühnendialoge und Reden schreiben durften. (dpa)



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