kalaydo logo
stellen
auto
immobilien
marktplatz
inserieren
Schriftgröße

„John Rambo“ - Kampfmaschine 60 plus

Von FRANK OLBERT, 14.02.08, 11:02h

Auch mit über 60 noch in Aktion: Als eine Gruppe Weltverbesserer nach Burma aufbrechen will, warnt der Kriegsveteran sie zwar zuerst davor, rettet die wirklich schrecklich naiven Rebellen schließlich aber doch.

Bild: dpa
Bild vergrößern
Im Actionfilm "John Rambo", dem vierten Teil der Rambo-Serie, muss der gleichnamige Kämpfer eine Gruppe Missionare aus den Händen sadistischer Bösewichte befreien.
Bild: dpa
Bild verkleinern
Im Actionfilm "John Rambo", dem vierten Teil der Rambo-Serie, muss der gleichnamige Kämpfer eine Gruppe Missionare aus den Händen sadistischer Bösewichte befreien.
Auch wenn Silvester Stallone immer wieder aus seinen angestammten Rollen auszubrechen versucht wie zuletzt in dem Technik-Schnickschnack „Mission 3 D“ als Kinderschreck mit Bassstimme - Segen und Fluch seiner Laufbahn sind zwei Figuren, die er mittlerweile altersbedingt in eine Art Generation 60 plus auf der Leinwand überführt hat. Dafür kann man Silvester Stallone durchaus Respekt zollen: Die Art und Weise, wie eine der beiden von ihm gespielten Grundtypen sich schlug, war gar nicht mal so schlecht.

Im sechsten Teil von „Rocky“ spielte Stallone den Boxer mit Alterswürde und Titelaussichten. Eher komisch wirkten im Anschluss die Meldungen auf den Klatschseiten, man habe den Schauspieler wegen des Besitzes muskelaufbauender Präparate verhaftet - wobei sich Stallone unter dem Hinweis verteidigte, bald werde jeder diese heilbringenden Mittelchen nehmen.

Nein, gesund können diese Pillen wirklich nicht sein, denn wenn man den Helden nun in seiner zweiten Paraderolle sieht, dann stimmt zwar die Muskelkraft - dafür aber bleibt das Köpfchen ganz und gar auf der Strecke, ach was, es wird unter den Salven des Herrn John Rambo ganz einfach aus diesem Film hinweggepustet, der wie eine sehr schlechte Karikatur auf seine frühen Vorgänger wirkt. Sollte bei „John Rambo“ Humor aufkommen, dann höchstens unfreiwillig.

Am Anfang des Films tut John Rambo Dienst in Thailand, fängt Schlangen und ist ansonsten melancholisch, wofür Stallones Mundwinkel ja weltberühmt sind. Als eine Gruppe Weltverbesserer nach Burma aufbrechen will, warnt er sie zwar zuerst davor, rettet die wirklich schrecklich naiven Rebell(inn)en schließlich aber doch, und zwar hauptsächlich deshalb, weil eine von ihnen gut aussieht.

Ansonsten ist Rambo wie gewohnt der Pragmatiker, der Krieg eben zu seinem Handwerk zählt - auch wenn es ihm und erst recht seinen Feinden nicht gefällt. In der neuen Episode verkommt das alles zu einer freudlosen Schießerei, die man sich schenken kann. Dann schon lieber „Rambo 1“, im englischen Original „First Blood“, auf DVD.



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

ksta.tv-Filmkritiken


Anzeige


Aktion


WAS.WANN.WO.


Web-Konzerte


Bildergalerien


Buch für die Stadt


Kolumne


Stadtmenschen Community


Extra


Extra


Die andere Meinung


ksta shop


Studio DuMont


Mehr Kultur


Links


Dienste