Erstellt 12.02.08, 12:51h
Die Frankfurter Polizei hatte den Schädel als Lehrmittel für die Kommissarsausbildung eingesetzt und im dortigen Kriminalmuseum ausgestellt. Nitribitts Halbschwester hatte sich dafür ausgesprochen, die Zurschaustellung des Schädels zu beenden und ihn endlich zu beerdigen.
Die Prostituierte Nitribitt war am 1. November 1957 ermordet in ihrem Frankfurter Appartement gefunden worden. Der Kriminalfall wurde nie geklärt und erlangte in einer Roman- und Filmbearbeitung ("Das Mädchen Rosemarie") bundesweite Berühmtheit. Zum Kreis der Freier der "Edelhure" Nitribitt sollen auch bekannte Industrie-Größen gezählt haben.
Die Ermittlungsakten blieben geöffnet, weil Mord nach deutschem Recht nicht verjährt. Der Schädel war als mögliches Beweismittel von der Staatsanwaltschaft zurückgehalten und später an die Lehrmittelsammlung der Polizei ausgeliehen worden.
Die Nitribitt, ein Pflegekind aus armen Verhältnissen und in der Eifel aufgewachsen, war im Alter von 24 Jahren ermordet worden. Ihr "Revier" war unter anderem der noble Frankfurter Hof, an dem sie im schwarzen Mercedes-Cabrio mit roten Sitzen und Weißwand-Reifen vorfuhr. (dpa)
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