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Stimmung im NRW-Mittelstand kippt

Erstellt 17.02.08, 11:24h

Geht der Aufschwung an Rhein und Ruhr zu Ende? Offenbar steht die Stimmung im NRW-Mittelstand an einem Wendepunkt. Eine große Mehrheit der Unternehmen blickt skeptisch in die Zukunft.

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Die Stimmung im NRW-Mittelstand kippt.
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Die Stimmung im NRW-Mittelstand kippt.
Düsseldorf/Stuttgart - Die Stimmung im nordrhein-westfälischen Mittelstand steht an einem Wendepunkt. Viele Unternehmen machen derzeit zwar noch ausgezeichnete Geschäfte, aber eine große Mehrheit blickt inzwischen skeptischer in die Zukunft. Nach dem Mittelstandsbarometer 2008 der Unternehmensberatung Ernst & Young rechnen nur noch 35 Prozent mit einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung, jeder vierte erwartet sogar einen "Konjunkturknick". Im vergangenen Dezember hatte Ernst & Young 410 Unternehmen nach ihrer Geschäftslage und ihren Einschätzungen zur Konjunktur, Beschäftigung und Investitionen befragt.

Nach weiteren Ergebnisse der Umfrage stehen die meisten Unternehmen im bevölkerungsreichsten Bundesland derzeit aber noch glänzend da: Ein Anteil von 87 Prozent der Befragten bewerteten ihre aktuelle Lage als überwiegend positiv. Die Auslastung sei hoch, die Auftragsbücher seien voll, erklärte Peter Englisch, Partner bei Ernst & Young. Es mehrten sich aber die Anzeichen, dass der Höhepunkt des Booms überschritten sein könnte. So rechne nur noch jeder dritte Mittelständler in den kommenden sechs Monaten mit einer besseren Geschäftslage. Ein Jahr zuvor waren es noch 66 Prozent gewesen.

Auch die Investitionsneigung hat sich laut Mittelstandsbarometer von Ernst & Young verschlechtert: Waren es im Vorjahr noch 40 Prozent, seien es jetzt nur noch 29 Prozent der befragten Unternehmen, die mehr investieren wollen. Trotz der eingetrübten Aussichten schalten die Betriebe bei der Beschäftigung nicht zurück: Jedes dritte Unternehmen plane einen Arbeitsplatzaufbau, nur 15 Prozent wollten einsparen. (dpa)



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