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„Acht Blickwinkel“ - Ewig grüßt der Terror

Von UWE MIES, 28.02.08, 13:53h

Auf einem Platz im spanischen Salamanca wird der Präsident der Vereinigten Staaten erschossen. Sieben Mal wird diese Szene gezeigt, jedes Mal aus einem neuen Blickwinkel. In der letzten Episode wird es haarsträubend.

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Nach einer Bombenexplosion versucht Thomas Barnes (Dennis Quaid), einem verletzten Kollegen zu helfen.
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Nach einer Bombenexplosion versucht Thomas Barnes (Dennis Quaid), einem verletzten Kollegen zu helfen.
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Howard Lewis (l, Forest Whitaker) zeigt Barnes (Dennis Quaid), was er mit seiner Kamera aufgenommen hat.
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Die Plaza im historischen Stadtkern von Salamanca ist ein Hochsicherheitstrakt. Denn hier wird der Präsident der Vereinigten Staaten vor internationalen Staatenlenkern eine Rede halten, in der er sein neues Konzept für den Kampf gegen den Terrorismus vorstellt. Dazu kommt es aber nicht, denn plötzlich fallen Schüsse und Mr. President stürzt getroffen nieder. Kurz darauf ist in der Stadt eine Explosion zu hören, und wenige Augenblicke später zündet auch auf der Plaza eine Bombe. Knapp zehn Minuten sind bis dahin vergangen, da schaltet das Geschehen per Zeitraffer zurück und setzt aufs Neue an. Diesmal aber steht nicht die TV-Reporterin im Zentrum, die die Vorgänge im Übertragungswagen auf dem Monitor verfolgte, sondern einer der Leibwächter des Präsidenten.

Insgesamt sechs Mal wird an der Uhr gedreht, jedes Mal ein neuer Blickwinkel vorgeführt. Jede Episode führt den Handlungsvorgang ein Stück weiter, was sich als außerordentlich geschickt ausgeführte Strategie der Spannungssteigerung erweist.

Rund 75 Minuten lang verblüfft auch die Präzision des irischen Regisseurs Pete Travis, der selbst im dichtesten Panikgetümmel auf der Plaza stets den Überblick behält und mit immer neuen, unerwarteten Kameraperspektiven die Situation einer Neubetrachtung unterzieht, ohne dass dabei klar würde, worum es wirklich geht.

Bei der letzten Episode allerdings, als das Geschehen wie durch einen Trichter auf eine letzte, verbindliche Spur gebracht wird, sind Regie und Buch von allen guten Geistern verlassen. Haarsträubende Ungereimtheiten brechen sich Bahn: Selten wurden derart gute Ansätze so leichtfertig zugunsten falscher Attraktionen für die Popcorn-Zuschauerschaft verspielt.



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