Von UWE MIES, 28.02.08, 13:53h
Insgesamt sechs Mal wird an der Uhr gedreht, jedes Mal ein neuer Blickwinkel vorgeführt. Jede Episode führt den Handlungsvorgang ein Stück weiter, was sich als außerordentlich geschickt ausgeführte Strategie der Spannungssteigerung erweist.
Rund 75 Minuten lang verblüfft auch die Präzision des irischen Regisseurs Pete Travis, der selbst im dichtesten Panikgetümmel auf der Plaza stets den Überblick behält und mit immer neuen, unerwarteten Kameraperspektiven die Situation einer Neubetrachtung unterzieht, ohne dass dabei klar würde, worum es wirklich geht.
Bei der letzten Episode allerdings, als das Geschehen wie durch einen Trichter auf eine letzte, verbindliche Spur gebracht wird, sind Regie und Buch von allen guten Geistern verlassen. Haarsträubende Ungereimtheiten brechen sich Bahn: Selten wurden derart gute Ansätze so leichtfertig zugunsten falscher Attraktionen für die Popcorn-Zuschauerschaft verspielt.
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