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Antifaschisten planen Demo

Von ALEXANDRA RINGENDAHL, 25.03.08, 20:04h

Brühl - Antifaschisten lassen sich ihre Kampagne in der Stadt nicht verbieten und wollen am 28. März um 19 Uhr vor dem Brühler Rathaus unter dem Motto: „Faschismus ist nicht trendy“.

Brühl - Die „Kampagne gegen »Autonome Nationalisten«“ plant eine große Demonstration vor dem Brühler Rathaus. Die Veranstaltung unter dem Motto „Faschismus ist nicht trendy“ soll am Freitag, 28. März, um 19 Uhr stattfinden und will über neofaschistische Tendenzen in der Region aufklären. „Antifaschismus lässt sich nicht verbieten“, steht im Aufruf zur Demonstration. Es werden Teilnehmer aus dem Rhein-Erft-Kreis sowie aus Köln erwartet.

Die Kampagne, der unter anderem die „Antifa AK Köln“ angehört, beruft sich auf das Versammlungsrecht und reagiert auf das Verbot einer Infoveranstaltung durch Bürgermeister Michael Kreuzberg. Die Veranstaltung war in Verbindung mit einem Konzert im Jugendzentrum geplant. Es handelte sich um den Auftakt einer Reihe, die in Brühl, Pulheim, Leverkusen, Bonn und Köln über neue Entwicklungen in der Neonazi-Szene informieren sollte. Auch der von der Kampagne aufgetane alternative Veranstaltungsort im Heim der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) wurde von der Stadt nicht genehmigt. Man könne für die Veranstaltung keine stabile Sicherheitslage gewährleisten, begründete Stadtsprecher Gerd Schiffer die Absage. Die Sicherheitsbehörden hätten vor Zusammenstößen zwischen Autonomen und Rechtsradikalen gewarnt. Zumal für die Veranstaltung auch in den Nachbarstädten geworben worden sei. Zudem wolle die Stadt nicht mit extremistischen Gruppen zusammenarbeiten - weder von links noch von rechts. Inhaltlich stimme man freilich mit dem Ziel, über neofaschistische Tendenzen aufzuklären, überein.

Gefahr der Konfrontation

Die Kampagne „Faschismus ist nicht trendy“ will sich ihr antifaschistisches Engagement aber nicht verbieten lassen. „Man werden sich das Recht auf Meinungsfreiheit nicht streitig machen lassen, sagte Sprecher Arthur Winckelbach. Die beteiligten Initiativen bezeichneten als „Skandal“, dass auf diese Art Engagement gegen Rechtsextremismus verhindert werde. Eine Konfrontation mit der rechten Szene solle in Brühl auf Kosten von Informationen für die Einwohner vermieden werden, obwohl es gerade in Brühl immer wieder zu neuen rechtsradikalen Schmierereien komme. Wie die Stadt mit der Demonstration umgeht, ist noch offen. Man werde dies nun in der Verwaltung prüfen, erläuterte Schiffer. Klar ist, dass die Gefahr der Konfrontation zwischen Autonomen und Rechtsradikalen bei einer solchen Demonstration höher ist als bei einer Veranstaltung im geschlossenen Raum.



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