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Der späte Ruhm des Jürgen Dannenberg

Von BRITTA WONNEMANN, 28.03.08, 19:18h

Elsdorf - Seitd 42 Jahren trainiert Jürgen Dannenberg Leichtathletik. Bei den Seniorenweltmeisterschaften in Frankreich nahm der 59-Jährige die Bronze-Medaille im Speerwerfen mit nach Hause.

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Auch mit fast 60 Jahren trainiert Jürgen Dannenberg noch intensiv.
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Auch mit fast 60 Jahren trainiert Jürgen Dannenberg noch intensiv.
Elsdorf - Jürgen Dannenberg ist schon seit seiner Jugend vom Speerwurf fasziniert. Mit 17 Jahren begann er mit dem Leichtathletiktraining bei der Turnvereinigung Bedburg und entdeckte schnell seine bevorzugte Disziplin. Der heute 59-Jährige, der seit 1991 bei der Allgemeinen Sportgemeinschaft (ASG) Elsdorf trainiert, hat schon an zahlreichen Deutschen Meisterschaften teilgenommen und auch mehrere Medaillen gewonnen. Vor kurzem ist Dannenberg nun bei den Seniorenmeisterschaften im Winterwurf zum zweiten Mal Deutscher Meister in seiner Altersklasse M 55 geworden, in der vergangenen Woche trat er dann auch noch bei der Weltmeisterschaft in Frankreich an und holte sich die Bronzemedaille, ebenfalls zum zweiten Mal bei seiner dritten Winter-WM.

„Die Seniorenklasse startet international erst ab 40 Jahren“, erklärt der Sportler, der auch schon bei einigen Europameisterschaften mitgemacht hat. An einer WM nahm er erstmals im Alter von 50 Jahren teil, bestes Ergebnis im Sommer war eine Silbermedaille vor acht Jahren. Beim Winterwurf in diesem Jahr waren die Wetterbedingungen schwierig: In Erfurt wehte Orkan „Emma“, weshalb Dannenberg mit seiner Weite von 45,16 Metern schon zufrieden war. Im verschneiten französischen Clermont warf er mit 48,53 Metern nur vier Meter an der Silbermedaille vorbei. „Speerwurf ist die anspruchsvollste Wurfdisziplin“ sagt der Elsdorfer. Es komme darauf an, die Geschwindigkeit des Anlaufs in den Wurf umzusetzen. Nach über 40 Jahren feile er immer noch ständig an seiner Technik. Sein Ziel: „Ich möchte, wenn es geht, auch im hohen Alter noch bei Meisterschaften mitmachen.“ So wie die über 80 Jahre alten Senioren, die in Clermont zum Diskuswurf antraten. „Es gibt da sogar über 90-Jährige, die noch wettkampfmäßig laufen“, hat der Sportler festgestellt.

Ab dem kommenden Jahr wird er wieder ein „Youngster“ sein, denn dann tritt er in der Altersklasse M 60 an. Der Speer wiegt dann nur noch 600 Gramm, so viel wie bei den weiblichen Werfern. Momentan schleudert Dannenberg einen 700 Gramm schweren Speer, für Männer unter 50 Jahren wiegt er sogar noch 800 Gramm. Wichtig für den Sport sind laut Dannenberg gute Wurfkraft, kräftige Beine und Arme und eine gute Sprintfähigkeit. Für den Erfolg trainiert er im Sommer dreimal die Woche bis zu zwei Stunden, im Winter absolviert er einmal in der Woche etwa 300 Würfe mit großen Medizinbällen. Diskuswurf und Kugelstoßen gehören „als Ausgleich“ bei kleineren Sportfesten dazu. Bei der ASG ist Dannenberg außerdem Leiter einer Trainingsgruppe und hat dort eine junge Frau mit großem Talent im Speerwurf entdeckt: „Die könnte mal zur deutschen Spitzenklasse gehören“, hofft er.



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