Erstellt 22.02.08, 21:03h
Eigentlich eine der langweiligeren Zusammenstellungen, aber ein Dauerbrenner, versichert Cahill. Dabei kann der „Culux“- Gast wählen aus rund zehn Wurstsorten von Berliner Bratwurst bis Käsekrainer, darunter mehrere Bio-Varianten. Als Begleiter gibt es elf Saucen sowie eine „Sauce des Monats“ in Kombinationen wie Erdnuss- Curry, Pflaume und Zimt oder Wasabi-Mayo zur Auswahl. Im März steht nun die „Kölner Stadt-Anzeiger-Sauce“ auf der großen Tafel über der Bratstation mitten im Restaurant. Denn exklusiv für „Magazin“-Leser hat Darren Cahill eine Feigen-Curkuma- Sauce mit feiner Schärfe von Senf auch zum Nachkochen kreiert. „Das ist eine Multifunktionsmischung, so wie ich es am liebsten mag“, sagt der gebürtige Ire und erläutert, dass die Sauce mit der süßen Note noch ohne Senf sehr gut zu Lachs, Terrine oder Gänseleberpastete passt, aber auch zu Desserts. Die würzig- scharfe Variante mit Dijon- Senf geht gut zu Wurst und Fleisch. Mit Semmelbröseln angereichert eignet sie sich auch hervorragend zum Gratinieren von Steaks. Wird die Mischung nicht sofort ganz aufgebraucht, reduziert man den Senfanteil am besten um ein Viertel, dann intensiviert sich über einige Tage zwar der Geschmack, der Senf wird schließlich aber trotzdem nicht zu dominant.
Ungewöhnliche Mischung
Alle Saucen, die im „Culux“ auf der Karte stehen, entwirft und rührt Cahill selbst an. „Ich habe lange Cocktails gemixt, das kommt mir jetzt bei den Geschmacksmischungen zugute.“ Cahill blickt „auf 20 Jahre Gastronomieerfahrung zurück“, vornehmlich in Frankfurt am Main, wo er herkommt und mit einem Freund vor drei Jahren die erste „Culux“-Filiale eröffnete. Davor führte er ein Crossover-Restaurant und mit seiner Familie samt fünf Geschwistern einen Irish Pub.
Weil sich der 37-Jährige aber nicht nur für Bier und Cocktails interessiert und kulinarisch nicht nur für das, was sich gerade auf seinem Teller abspielt, hat Cahill für das „Culux“ einen besonderen Clou ersonnen: Wurst und Wein. „Für die meisten ist das eine ungewöhnliche bis undenkbare Verbindung, aber in Wirklichkeit kann man das toll kombinieren“, beteuert er und empfiehlt etwa einen Dornfelder von Philipp Kuhn zur Chorizo. Cahill nimmt nur deutsche Weine von jungen Winzern ins Programm und schwärmt von einer Pfälzer Scheurebe als optimalem Begleitung zur Currywurst. Wichtig sei nur eins, „dass der Wein genug Charakter hat, um sich gegen würzige Saucen durchzusetzen.“
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