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SPD-Linke warnt vor Denkverboten

Erstellt 23.02.08, 13:15h

Die SPD-Linke hat die eigene Partei vor Denkverboten im Umgang mit der Linkspartei gewarnt. Der Sprecher der Parteilinken, Björn Böhning, plädierte am Samstag dafür, das Verhältnis zur Linkspartei nicht zu tabuisieren.

Berlin - Die SPD-Linke hat die eigene Partei vor Denkverboten im Umgang mit der Linkspartei gewarnt. Der Sprecher der Parteilinken, Björn Böhning, plädierte am Samstag dafür, das Verhältnis zur Linkspartei nicht zu tabuisieren. "Die SPD führt derzeit eine Debatte, die so oder so auf sie zukommt", sagte Böhning der Nachrichtenagentur Reuters.

"Es wäre schlecht, diese Debatte mit Dogmen zu beginnen. Die SPD muss die strategische Frage lösen, die mit Bezug auf die Linkspartei vor ihr liegt." Böhning wollte sich allerdings konkret nicht äußern, wie sich die Hessen-SPD verhalten sollte.

Vertreter des konservativen Parteiflügels hatten alarmiert auf Äußerungen von Parteichef Kurt Beck reagiert, wonach sich Hessens SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti im April mit den Stimmen der Linkspartei zur Ministerpräsidentin wählen lassen könnte. Die SPD-Linken warnen vor einer zu harten Abgrenzung von der Linkspartei, um sich keine Koalitionsoptionen zu verbauen.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der zum konservativen Flügel zählt, warnte seine Partei vor dem Verlust der Glaubwürdigkeit. Auch nach der Wahl gelte, was Beck und Ypsilanti vor der Wahl gesagt hätten, sagte der SPD-Vizechef der "Bild am Sonntag" laut Vorabbericht vom Samstag: "Sie haben beide deutlich gemacht, dass sie auch nicht billigend in Kauf nehmen wollen, dass Frau Ypsilanti mit den Stimmen der Linkspartei zur Ministerpräsidentin gewählt wird. Die SPD darf und wird hier nicht ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen."

(Reuters)



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