Erstellt 18.03.08, 10:52h
Am Wochenende war bekannt geworden, dass das Musical Ende Juli nach nur 14 Monaten in London seine letzte Vorstellung haben wird. Mit dem Ende der Londoner Aufführung sieht der Dezernent die Chancen gefährdet, Geldgeber für die geplante Kölner Produktion des Musicals zu begeistern. Nach einem Treffen mit Produzent Kevin Wallace stelle sich die Lage zwar weiterhin angespannt, aber durchaus mit Perspektive dar. Er sei "bedingt zuversichtlich, dass das Vorhaben wie geplant gelingen kann", betonte Walter-Borjans.
Nach Einschätzung britischer Medien ist "Herr der Ringe" in erster Linie Opfer eines Verdrängungswettbewerbs geworden. Die Londoner Inszenierung sei zwar sehr aufwendig und tue sich deshalb schwer, die hohen Produktionskosten selbst mit gut ausgelastetem Haus einzuspielen. Hier sei man aber offenbar auf einem guten Weg gewesen. Ein Grund für das Aus könne auch sein, dass in der Spielstätte der Inszenierung künftig eine von der BBC ausgestrahlte Castingshow des Musical-Komponisten Andrew Lloyd Webber produziert werden soll.
Durch den vorzeitigen Abbruch in London sinke der Finanzierungsbedarf in Deutschland um rund acht Millionen Euro, weil Mittel und Equipment für die britische Aufführung in das Kölner Projekt einfließen könnten, sagte der Dezernent. Er werde mögliche Geldgeber "nicht zu einem Abenteuer animieren". Gleichwohl halte er eine Erfolgsgeschichte mit diesem Musical nach wie vor für möglich. 8ddp)
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