Erstellt 22.03.08, 13:37h
"Als wir mit Martin Conrath vor drei Jahren erste Gespräche über eine Verfilmung seines Saarland-Krimis "Das schwarze Grab" begannen, kochten die Leidenschaften beim Thema Bergbau nicht so hoch wie heute", erinnerte sich SR-"Tatort"-Redakteurin Inge Plettenberg. Seit dem bislang schwersten Grubenbeben im Saarland vor einem Monat ist der Abbau im Kohlebergwerk in Ensdorf gestoppt. Tausende Arbeitsplätze sind betroffen.
Filmische Diskussion über Bergbauschäden
Der SR betonte allerdings auch: "Der Bergbau ist nur der Rahmen der Handlung." Eine Sprengung schließt im "Tatort" 30 Menschen inklusive Kommissar Franz Kappl in einem Bergwerk ein. Während der Ermittler unter Tage die Diskussion über Bergbauschäden und Strukturwandel aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernt, sind seine Kollegen über Tage hinter einem Straftäter her. Dieser hat eine junge Bergmannsfrau mit dem Eisen, einem traditionellen Teil des Bergmannswerkzeuges, totgeschlagen.
Als Drehorte für die Bergbau-Motive "Karlsgrube" und "Kathedrale" hat die RAG Deutsche Steinkohle laut SR das ehemalige Grubengelände Luisenthal und das Bergwerk Reden genehmigt. Mit den Dreharbeiten unter Tage wird "Das schwarze Grab" nach Angaben des Saarländischen Rundfunks sein bisher technisch aufwändigster "Tatort" werden.
(dpa)
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