Von PETRA RÖMER-WESTARP, 31.03.08, 18:15h
Eine Auswahl von Wahnsinnssongs der Rockgeschichte hatte diese Band drauf, deren Name „We rock“ auch gleich als ihr Credo zu verstehen ist. Ob bei „I was made for loving you“ von Kiss, „Where the streets have no name“ von U2 oder „Purple Rain“ von Prince - immer spielte sich vor allem Leadgitarrist Frank Rohles die Seele aus dem Leib und wurde dabei von den nicht minder exzellent agierenden Musikern Boris Ehlers am Schlagzeug, Reiner Peters am Bass und Klaus Tenner an den Keyboards unterstützt.
Auf der Rockkonzert-mäßig ausgestatteten Bühne standen mit Anji Hinke, Alex Melcher und Sascha Krebs zudem drei Sänger mit großer stimmlicher Variationsbreite. Die brauchte es auch, denn im Mittelpunkt des Abends standen schließlich die legendären Hymnen der Gruppe Queen.
Die Formation „We rock“ ist seit mehr als drei Jahren als Band des Queen-Musicals „We will rock you“ im Kölner „Musical Dome“ im Einsatz. An freien Abenden tourt die Gruppe mit einem eigenen Konzertprogramm und war damit vom örtlichen Lionsclub zum Auftritt nach Neunkirchen eingeladen worden. Klar, dass gerade die Queen-Songs wie „Bohemian Rhapsody“, „Killer Queen“, „I want to break free“ oder „Another one bites the dust“ der eingeschworenen Truppe besonders gut gelangen und das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinrissen.
Gelegenheiten boten sich der tanzenden Menge vor der Bühne reichlich, um aus dem Häuschen zu geraten und sich über die bekannten Queen-Klänge zu freuen. Als bloße Coverversionen kam allerdings das, was „We rock“ zu bieten hatte, nicht daher. „Zum Verwechseln ähnlich wollen wir gar nicht spielen“, verriet Frank Rohles hinter der Bühne. Einst hat ihn Queen-Gitarrist Brian May übrigens persönlich für den Job im „Musical Dome“ ausgewählt. „Wir möchten eine eigene Note in unsere Interpretation hineinlegen und den »Spirit« der Queen-Musik treffen“, so Rohles.
Wehmut kam in der Halle aber auch mehr als einmal auf, bei der Erinnerung an den genialen Freddie Mercury. Als die Band etwa „Who wants to live forever“ spielte, flackerte hinter den Musikern ein Bild des Queen-Sängers auf, der 1991 an Aids gestorben war. „We miss you, Freddie“ stand auf den an die Wand gebeamten Graffiti zu lesen.
Mit „Don't stop me now“, „Radio GaGa“ und „We are the Champions“ gab die Band auch am Schluss ihres 31 Titel umfassenden Programms noch einmal richtig Gas und hinterließ ein rundum zufriedenes Publikum. Einziger Wermutstropfen für die „Lions“ als Veranstalter des aufwändigen Abends: Die Halle hätte noch ein paar Hundert Gäste mehr aufnehmen können, dann wäre der Erlös für wohltätige Zwecke noch höher ausgefallen.
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