Erstellt 08.04.08, 19:10h
Bundesweite Bekanntheit erlangte Jörg Uckermann vor etwa zwei Jahren durch sein öffentliches Eintreten gegen das Moscheebauvorhaben in Köln-Ehrenfeld. Er trat dabei sowohl als amtierender Ortsverbandsvorsitzender der CDU Ehrenfeld wie auch als stellvertretender Bezirksbürgermeister auf, blieb aber Einzelkämpfer. Weder die Ehrenfelder CDU, noch die Bezirksvertretung unterstützten seinen Kurs.
Einen Teilerfolg erzielte Uckermann, als der Parteitag der CDU Köln im August 2007 nach einem längerem Diskussionsprozess seine Zustimmung zum Moscheebau an reduzierte Kuppel- und Minarettgrößen knüpfte.
Bei der Hauptversammlung der Ehrenfelder CDU Ende 2007 kam es jedoch zum Eklat, als Jörg Uckermann sich einer Weisung des Stadtbezirksverbandes widersetzte, Mitarbeiter des Kreisverbandes mit der Wahlaufsicht zu betrauen. Die Wahl wurde annulliert und ein Parteiausschlussverfahren wegen versuchter Wahlmanipulation eingeleitet.
Seine schon zuvor mitunter unverhohlen gezeigte Sympathie zu pro Köln war ein weiterer Vorwurf im Rahmen des Ausschlussverfahrens. Dem Rauswurf kam Uckermann Anfang April durch seine formelle Austrittserklärung zuvor.
Uckermann wurde 1999 zum Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes Ehrenfeld gewählt. Der Bezirksvertretung Ehrenfeld gehört er ebenfalls seit 1999 an. Nach der Kommunalwahl 2004 wurde Uckermann zum zweiten stellvertretenden Bezirksbürgermeister von Ehrenfeld gewählt. (Rös)
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