ZeitungsanzeigenAbo | Mediadaten
Schriftgröße

Gefahr für Radfahrer

Von OLIVER GÖRTZ, 16.04.08, 21:46h

Blumenberg / Fühlingen - Der Lkw-Verkehr auf dem Blumenbergsweg nimmt zu - da kann es schon mal eng werden. Eine Verbreiterung der Straße zwischen Blumenberg und Fühlingen kostet rund 150000 Euro, schätzten Experten.

Bild: Görtz
Bild vergrößern
Wenn der Radweg auf dem Blumenbergsweg endet, wird es für alle Verkehrsteilnehmer eng auf der viel befahrenen Straße. Sie ist so schmal, dass zwei LKW kaum aneinander vorbeipassen.
Bild: Görtz
Bild verkleinern
Wenn der Radweg auf dem Blumenbergsweg endet, wird es für alle Verkehrsteilnehmer eng auf der viel befahrenen Straße. Sie ist so schmal, dass zwei LKW kaum aneinander vorbeipassen.
Eine Verbreiterung der Straße zwischen Blumenberg und Fühlingen kostet rund 150 000 Euro, schätzten Experten.

Blumenberg / Fühlingen - Wenn sich zwei Lkw auf dem Blumenbergsweg (L 43) begegnen, kann es schon mal eng werden. Denn die Straße ist schmal, und manchmal zu schmal für zwei Lastwagen gleichzeitig. Dann muss mindestens eines der Fahrzeuge auf den unbefestigten Randstreifen ausweichen - und fährt damit die Kante des Asphaltbelags ab. Für Radler wird es auf der engen Verbindung zwischen Blumenberg und Fühlingen geradezu brenzlig, wenn der Verkehr nur Zentimeter an ihnen vorbeirauscht. Hinzu kommt, dass der Schwerlastverkehr auf der L 43 erheblich zugenommen hat, seitdem Lkw nicht mehr durch das benachbarte Fühlingen fahren dürfen.

In der Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler hat die Grünen-Fraktion deshalb eine Anfrage gestellt, wie die „nicht mehr gegebene“ Verkehrssicherheit auf dem Blumenbergsweg wieder hergestellt werden kann. Wegen der Enge und des fehlenden Radwegs bestehe „eine erhebliche Gefährdung“ vor allem für Pedaleure, sagte Grünen-Fraktionsvorsitzende Cornelie Wittsack-Junge. Sie erhielt parteiübergreifend Unterstützung. Politiker jeder Couleur weisen stets auf die heikle Verkehrslage auf dem Blumenbergsweg hin, fordern einen Radweg und den Ausbau. „Lebensgefährlich“ sei es dort, sagte auch Klaus Koch, Chef der Chorweiler CDU, „die Situation ist unhaltbar.“

„Begegnen sich zwei Lkw, wird es oft so eng, dass einer davon auf die Seiten-Bankette ausweichen muss“, bestätigt Jürgen Hermanns, stellvertretender Leiter der Außenstelle Rhein / Berg des Landesbetriebs Straßenbau NRW (LSN), der für Straßen von überörtlicher Bedeutung zuständig ist. Die Banketten - also der unbefestigte Randbereich neben der Fahrbahn - haben durch die Ausweichmanöver inzwischen klaffende Furchen. „Bis zu 40 Zentimeter tief“, seien manche davon ausgefahren. Dies müsse mit Kies aufgefüllt werden, der Auftrag dazu werde bald ausgeschrieben. Die Straßendecke selbst sei derzeit größtenteils „in Ordnung“, sagte Hermanns.

„Man sollte dauerhaft überlegen, ob der Blumenbergsweg verbreitert werden muss“, erklärte der Straßenbauexperte. „Auf einer Strecke von 1,5 Kilometern müsste man etwa einen Meter anbauen.“ Rund 150 000 Euro würde dies kosten, schätzt er. Sollte das Lkw-Aufkommen weiterhin so hoch sein, „müssen wir über die Ausbaukosten mit der Stadt reden“. Denn die Lkw quetschen sich vor allem deswegen über den Blumenbergsweg, weil für sie seit einem halben Jahr ein Durchfahrtsverbot für Fühlingen auf der Neusser Landstraße (B 9) gilt. Von Norden kommend, biegen die Lastwagen seitdem von der B 9 in den Blumenbergsweg ein, um weiter nach Süden und Westen zu kommen. Erst das Durchfahrtsverbot in Fühlingen also „drängt die Lkw auf den Blumenbergsweg“, erklärt Hermanns. Und für das Lkw-freie Stück der B 9 in Fühlingen sei die Stadt verantwortlich, die sich nach dem Verursacherprinzip also auch finanziell an der Verbreiterung des Blumenbergswegs beteiligen müsse.

Dies jedoch ist Zukunftsmusik. Möglicherweise sei eine Verbreiterung gar unnötig, wenn die Umgehungsstraße um Fühlungen fertig ist und ein Teil des Lkw-Verkehrs die Ortsumfahrt nutze, sagt der LSN-Mitarbeiter. Diese ist aber voraussichtlich erst in fünf Jahren fertig.



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Umfrage

Protestieren Sie gegen ACTA?
Bundesweit sind Proteste gegen das internationale Handelsabkommen ACTA geplant. Es sieht unter anderem vor, Urheberrechtsverletzungen strenger zu ahnden. Kritiker befürchten Zensur und Überwachung vor allem im Internet. Beteiligen Sie sich am Protest?

Anzeige





Bildergalerien


RHEINLAND WETTER



Special


ksta-blogs.de



Blog zur ksta.tv-Sendung



Aktion


Aktion





Aktuelle Verkehrsinfos


Termine

Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Mein ksta.de


ksta.de auf Facebook

KSTA auf Facebook

Meistgelesene Artikel


Stadtmenschen Community


Extra


Die 5 beliebtesten Pausenspiele

Mahjongg Fortuna
Zuma
Zuma »
1507 Spieler
Bookworm
Bookworm »
1263 Spieler
Bubble Shooter
Bubble Shooter »
1034 Spieler
Bejeweled 2
Bejeweled 2 »
956 Spieler

Brutto / Netto Rechner

Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.) Steuerklasse

Dienste