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Jugendämter wollen sich vernetzen

Von BIRGIT LEHMANN, 22.04.08, 22:25h

Mit „wir helfen“-Spenden wird in Köln ein Frühwarnsystem aufgebaut. Nun entwickelt auch der Rhein-Erft-Kreis Modelle zum Schutz von Kindern. Gefahren für Kinder in der Familie sollen so schneller erkannt werden.

Mit „wir helfen“-Spenden wird in Köln ein Frühwarnsystem aufgebaut. Nun entwickelt auch der Rhein-Erft-Kreis Modelle zum Schutz von Kindern.

Hürth / Rhein-Erft-Kreis - In fast allen Städten des Rhein-Erft-Kreises sind die Verwaltungen dabei, Modelle zu entwickeln, um Gefahren für Kinder in der Familie schneller zu erkennen. Mehr Zusammenarbeit und gegenseitige Information war das Ziel einer Fachtagung in Hürth. 140 Hebammen, Kinderärzte, Gynäkologen, Mitarbeiter von Jugend- und Gesundheitsämtern und Psychologen aus dem Kreis nahmen teil.

Eltern sollten am besten schon bei den ersten Schwangerschaftsuntersuchungen beim Arzt über Hilfen bei der Erziehung informiert werden. Zudem werden Besuche von Mitarbeitern des Jugendamtes erwogen, wenn die Eltern Nachwuchs bekommen haben. In Köln übernehmen die Baby-Willkommens-Besuche bald - ermöglicht von „wir helfen“-Spenden - geschulte Ehrenamtler, die alle jungen Eltern vom Sommer an besuchen werden.

Vorbeugung scheitere häufig aber auch an mangelnder gegenseitiger Information der Ämter, stellten die Tagungsteilnehmer fest. „Es wird viel gesehen, aber es muss zusammengetragen werden“, erklärte Stefanie Wrobel vom Jugendamt der Stadt Hürth. Nun soll es gemeinsame Fortbildungen geben für eine bessere Vernetzung der einzelnen Jugendämter. Es bedürfe zudem einer Ausweitung der Hilfen für psychisch kranke Eltern, lautete eine der Forderungen. Hilfen für Familien gibt es in Jugendämtern, aber auch Familienzentren, die im vergangenen mit 1,5 Millionen Euro von „wir helfen“ gefördert wurden.

Lesen Sie am Samstag auf der „wir helfen“-Seite: Eine Reportage über ein Kölner Familienzentrum, deren Besucher von Spenden profitieren.



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Hedwig Neven DuMontHedwig Neven DuMont

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Viele Kinder leiden unter Depressionen, Lernbehinderungen und Krankheit. Manche werden als „sozial gestört“ abgestempelt. Sie alle brauchen unsere Hilfe. Hilfe, um aus ihrem dunklen seelischen Loch herauszukommen. Hilfe durch gesunde Freizeitangebote und das Teilhaben an Sport und anderem mehr.

Diese Kinder müssen wir an die Hand nehmen und ihnen eine Chance geben, körperlich und seelisch zu gesunden. Unser Thema bis Oktober 2012 lautet deshalb: „wir helfen – um alle Kinder hier an die Hand zu nehmen.“


Herzlichst
Ihre
H. Neven DuMont
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