ZeitungsanzeigenAbo | Mediadaten
Schriftgröße

Täglich vier Stunden üben

Von ANNA-MARIA LIESE, 28.04.08, 11:04h

Innenstadt - Das Projekt „Rhapsody in School“ hatte das Minguet-Quartett ins Gymnasium Kreuzgasse eingeladen. Die Schüler lernen von renommierten Profis viele Einzelheiten über die klassische Musik.

Bild: Liese
Bild vergrößern
Cellist Matthias Diener erklärt den Schülerinnen den Aufbau und die Funktion des Bogens.
Bild: Liese
Bild verkleinern
Cellist Matthias Diener erklärt den Schülerinnen den Aufbau und die Funktion des Bogens.
Innenstadt - Die erste und wichtigste Lektion, die die Schüler der Unterstufe des Gymnasiums Kreuzgasse zu lernen hatten, fiel ihnen am schwersten. „Ihr müsst schön leise sein, damit die Musik klingen kann“, wies sie Annette Reisinger an. Reisinger spielt die zweite Violine in einem Quartett, das zu den erfolgreichsten deutschen Streichquartetten zählt, dem Minguet-Quartett. Gemeinsam mit ihren Kollegen an der Violine, der Viola und dem Violoncello war sie in das Gymnasium gekommen, um den Kindern eine besondere Stunde des Musikunterrichts zu bieten. Eine Premiere für das Quartett, das von dem Projekt „Rhapsody in school“ für die außergewöhnliche Schulstunde gewonnen werden konnte. Ziel dieses Projekts, das von der Kulturstiftung der Länder unterstützt wird, ist es, Schüler durch den direkten Kontakt zu namhaften Künstlern für die Musik zu begeistern. „Weil in den Elternhäusern immer weniger klassische Musik gehört wird, ist es uns wichtig, diese an die Kinder heranzutragen. Und Schulen sind ein guter Ort dafür“, sagt Christiane Röttger von „Rhapsody in school“.

Die Schüler der fünften und sechsten Klasse des Gymnasiums Kreuzgasse bestätigen Röttger. Lange brauchen sie nicht, um herauszufinden, wer den ersten Satz, den das Minguet-Quartett ihnen vorspielt, geschrieben hat. Es reicht, was ihnen der Cellist Matthias Diener verrät: „Das erste Stück ist von einem toten Musiker“, beginnt er, da hallt es ihm schon „Mozart!“ entgegen. Mit Mozart sind die Schüler vertraut. Viele von ihnen spielen selbst ein Instrument und die Musik Mozarts ist ihnen schon begegnet.

Bei dem Jagdquartett von Jörg Widmann, das das Quartett den Schülern im Anschluss vorstellt, ist dies anders. Allein die Länge von 15 Minuten, in denen sie ruhig sitzen sollen, verlangt ihnen viel ab. Aber der Hörauftrag, den das Quartett ihnen gegeben hat, beschäftigt sie doch. Der letzte Takt ist noch nicht verklungen, da schnellen die Hände in die Höhe. „Ihr habt gezupft“, ruft ein Schüler aus der 5b. „Gehen die Instrumente dabei nicht kaputt?“ sorgt sich ein anderer.

Fragen wie diese sind es, die die Musiker beantworten wollen. Ganz nebenbei lernen die Schüler, dass „das Zupfen“ in der Fachsprache „Pizzicato“ heißt. Und das quäkende Geräusch, das eine Saite von sich gibt, wenn der Spieler sie unterhalb des Stegs streicht, ist nach der englischen Ente „duck sound“ benannt. Wie lange die Musiker üben müssen, wollen die Schüler wissen. Und warum sie angefangen hätten, ihr Instrument zu spielen. Dass die Musiker freiwillig rund fünf Stunden am Tag spielen, können die Schüler nicht nachvollziehen. Dass es der Wunsch der Eltern war, ein Instrument zu spielen, hingegen schon.



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Bundesliga Liveticker


Anzeige





Bildergalerien


RHEINLAND WETTER



Special


ksta-blogs.de



Blog zur ksta.tv-Sendung



Aktion


Aktion





Aktuelle Verkehrsinfos


Termine

Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Mein ksta.de


ksta.de auf Facebook

KSTA auf Facebook

Meistgelesene Artikel


Stadtmenschen Community


Extra


Die 5 beliebtesten Pausenspiele

Mahjongg Fortuna
Zuma
Zuma »
1507 Spieler
Bookworm
Bookworm »
1263 Spieler
Bubble Shooter
Bubble Shooter »
1034 Spieler
Bejeweled 2
Bejeweled 2 »
956 Spieler

Brutto / Netto Rechner

Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.) Steuerklasse

Dienste