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Geiseln auf französischer Luxusyacht befreit

Erstellt 11.04.08, 11:36h, aktualisiert 11.04.08, 14:59h

Das Geiseldrama auf hoher See hat ein glimpfliches Ende gefunden. Die Besat- zung der französischen Luxusyacht „Le Ponant” sind wieder frei. Zu einem möglichen Lösegeld wurden keine Angaben gemacht.

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Die französische Luxusjacht "Ponant" war in die Hände von Piraten geraten. (Archivbild)
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Die französische Luxusjacht "Ponant" war in die Hände von Piraten geraten. (Archivbild)
Paris - Die Entführung einer französischen Luxusyacht mit 30 Besatzungsmitgliedern durch somalische Piraten hat nach einer Woche ein glimpfliches Ende gefunden. Die 30 Geiseln seien "ohne Zwischenfall" freigelassen worden, erklärte Staatschef Nicolas Sarkozy am Freitag in Paris. Laut Armeekreisen wurde keine Waffengewalt eingesetzt. Die gefangenen Männer und Frauen seien durch Verhandlungen freigekommen. Zu einem möglichen Lösegeld wurden keine Angaben gemacht. Auch das Schiff gaben die Piraten zurück. Paris bekräftigte nach dem Ende der Geiselnahme seine Pläne, "im Rahmen der Vereinten Nationen" einen besseren Schutz der Schifffahrt vor Piraten zu gewährleisten.

Die französische Regierung werde dafür sorgen, dass die 22 französischen Besatzungsmitglieder so bald wie möglich in ihre Heimat zurückgebracht würden, erklärte Außenminister Bernard Kouchner. Valérie Garrec, Mutter eines 20-jährigen Matrosen an Bord der "Le Ponant", dankte Sarkozy dafür, dass seine Regierung die Geiseln "in Ruhe und ohne Blutvergießen" befreit habe. Die ganze Familie habe vor Freude geweint, als sie die gute Nachricht bekommen hätten, sagte sie. Unter den Besatzungsmitgliedern befanden sich auch sechs Seeleute von den Philippinen, ein Seemann aus Kamerun und eine Frau aus der Ukraine.

Spezialeinheit für den Notfall

Somalische Piraten hatten den Dreimaster am Freitag vergangener Woche am helllichten Tage im Golf von Aden vor der Einfahrt ins Rote Meer in ihre Gewalt gebracht. In Sichtweite verfolgt von einem französischen Kriegsschiff steuerten sie die "Le Ponant" dann gen Süden und gingen vor der abtrünnigen somalischen Provinz Puntland vor Anker. Paris nahm daraufhin Verhandlungen auf, schickte aber am Wochenende auch eine Spezialeinheit ins benachbarte Dschibuti, die im Notfall eingreifen sollte.

Vor dem von einem Bürgerkrieg zerrissenen Somalia kapern Piraten immer wieder Schiffe, um sie dann gegen Lösegeld freizugeben. Nach Einschätzung von Experten forderten die Piraten für die Freigabe der französischen Yacht vermutlich einen Millionenbetrag. Die "Ponant"-Reederei CMA-CGM machte dazu vorerst keine Angaben. Ihr zufolge wird das 88 Meter lange Urlaubsschiff am Dienstag im nördlich an Somalia angrenzenden Dschibuti erwartet. Möglicherweise würden Marinesoldaten das Schiff übernehmen, damit die befreite Besatzung schneller nach Frankreich gebracht werden kann.

Kouchner bekräftigte, dass die internationale Gemeinschaft mehr gegen die Bedrohung durch Piraten unternehmen müsse. "In New York sind jetzt Gespräche mit unseren Partnern angelaufen, um in diesem Sinne voranzukommen", sagte der Außenminister. Er verwies dabei darauf, dass sich Frankreich wie andere Länder schon am Schutz von Versorgungsschiffen des Welternährungsprogramms der UNO vor Piraten vor Somalia beteiligt habe.

(afp)



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