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Arzt lehnt Erlös für Bruni-Foto ab

Erstellt 14.04.08, 08:57h, aktualisiert 14.04.08, 08:59h

91.000 Dollar erlöste das Nacktfoto von Carla Bruni bei der Versteigerung - Geld, dass der Verkäufer einem in Kambodscha arbeitenden Kinderarzt spenden wollte. Doch der lehnte ab - aus Respekt gegenüber dem weiblichen Körper.

Carla Bruni
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Der Preis für Michel Comtes Nacktfoto von Carla Bruni schoss in die Höhe. (Bild: Christie's Images Ltd. 2008).
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Der Preis für Michel Comtes Nacktfoto von Carla Bruni schoss in die Höhe. (Bild: Christie's Images Ltd. 2008).

Genf - Ein Schweizer Arzt hat den ihm gespendeten Erlös der Versteigerung eines Nacktfotos von Frankreichs neuer First Lady Carla Sarkozy abgelehnt. Der in Kambodscha arbeitende Kinderarzt Beat Richner sagte der Genfer Sonntagszeitung "Le Matin Dimanche", er habe die ihm angebotene Summe von 91 000 Dollar (knapp 58 000 Euro) nicht annehmen können. "Wir sind nicht in Hollywood. Ich habe meine Entscheidung aus Respekt gegenüber unseren Patienten und ihren Müttern getroffen", sagte Richner. "Geld zu akzeptieren, das von der Ausbeutung des weiblichen Körpers herkommt, würde als eine Beleidigung ihrer Gefühle und ihrer Armut wahrgenommen werden."

Das Auktionshaus Christie's hatte am vergangenen Donnerstag in New York mitgeteilt, dass ein anonymer Bieter das 1993 entstandene Bild des Fotografen Michel Comte erworben habe. Die Aufnahme aus Brunis Zeit als Model in New York stammte aus dem Besitz des deutschen Kunstsammlers Gert Elfering. Es zeigt die frühere Carla Bruni splitterfasernackt mit lasziv geschwungener Hüfte, die Hände über die Scham gelegt, die Füße wie verlegen nach innen gedreht.

Richner sagte der Zeitung, der Hintergedanke der Spende an seine Kliniken sei gewesen, weiter für die Versteigerung zu werben. Zudem sähen die Kambodschaner und die Regierung in Bruni "die erste Dame Frankreichs". Hätte er die Spende angenommen, wäre das in den Augen der Kambodschaner "eine Respektlosigkeit" gewesen. Christie's hatte für das Bild ursprünglich nur mit 3000 bis 4000 Dollar gerechnet.

Weil die Schlagzeilen im Vorfeld die Gebote in die Höhe trieben, hatte Elfering angekündigt, das Geld zu spenden. Er wolle nicht von der Publicity profitieren, sagte er. Nach der Absage von Richner soll jetzt die in der Schweiz ansässige Firma Sodis das Geld bekommen, die ökologisch aufbereitetes Trinkwasser für Entwicklungsländer liefert. (dpa)



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