Erstellt 02.05.08, 20:23h
Insgesamt wurde die Polizei im vergangenen Jahr 20 400-mal wegen häuslicher Gewalt zur Hilfe gerufen (2002: 14 300-mal). Die Zahlen belegten, dass die Problematik inzwischen anders wahrgenommen und bewertet werde als noch vor einigen Jahren, meinte NRW-Frauenminister Armin Laschet (CDU). „Immer mehr Betroffene, ganz überwiegend Frauen, überwinden ihre Scham und zeigen den prügelnden Partner bei der Polizei an.“ Auch die Nachbarschaft schaue weniger häufig weg. „Lassen Sie die Opfer nicht allein. Informieren Sie die Polizei“, appellierte Laschet.
Im vergangenen Jahr ging es in den meisten Fällen um Körperverletzung (12 886), Bedrohung (2838) und Sachbeschädigung (1047) sowie sexuelle Nötigung und Vergewaltigung (215). „Gewalt darf nicht toleriert werden“, unterstrich auch Innenminister Ingo Wolf (FDP). „Wer schlägt, muss gehen!“
Die Polizeibeamten verbieten dem Täter nicht nur, die Wohnung zu betreten, sondern informieren die Opfer auch über ihre rechtlichen Möglichkeiten und Beratungsstellen. Auf Wunsch der Betroffenen werden erste Kontakte zu Hilfeeinrichtungen hergestellt. (dpa)
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
![]() |