Erstellt 01.05.08, 10:50h
Gegen die 24 Festgenommenen wird den Angaben zufolge unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, Gefangenenbefreiung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. 2007 hatte die Polizei in der Walpurgisnacht knapp 120 Randalierer festgenommen.
Im Mauerpark feierten nach Polizeiangaben bis zu 2000 Menschen friedlich bis tief in die Nacht. Zu dem Vorfall kam es, als Beamte die Flammen eines Feuers löschen wollten. Einige Festbesucher warfen Steine und Flaschen auf die Einsatzkräfte. Innerhalb kurzer Zeit habe sich die Situation wieder beruhigt. Gegen 1.40 Uhr brannten dann die beiden Autos an der Dänenstraße, Ecke Seelower Straße.
Im Park galt ebenso wie am Boxhagener Platz in Friedrichshain ein Verbot von Glasflaschen und Dosen, da diese in der Vergangenheit auch als Wurfgeschosse eingesetzt worden waren. Am Boxhagener Platz versammelten sich laut Polizei bis zu 400 Personen. Auch dort wurde friedlich gefeiert. Rund 450 Menschen trafen sich im Viktoriapark in Kreuzberg. Die Feiern verliefen nach Angaben zufolge ohne Störungen. Am frühen Donnerstagmorgen zündeten Unbekannte ein Sofa an der Kreuzung Tempelhofer Ufer, Ecke Mehringdamm an. Außerdem brannte ein Müllcontainer in der Großbeerenstraße.
Bei den Demonstrationen zum 1. Mai sollten am Donnerstag in der Hauptstadt rund 4700 Polizisten im Einsatz sein. Am Nachmittag waren mehrere Aufzüge linker Gruppierungen geplant. In Kreuzberg sollte am Vormittag rund um den Mariannenplatz die große Straßenparty "Myfest" starten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte seine Kundgebung unter das Motto "Gute Arbeit muss drin sein!" gestellt.
Nach dem weitgehend friedlichen Verlauf der Walpurgisnacht zeigte sich die Polizei optimistisch, dass ein relativ ruhiger 1. Mai gelingt. Es gebe bislang keine Hinweise auf Krawalle. Die Berliner Polizisten werden von Kollegen aus anderen Bundesländern unterstützt.
In diesem Jahr rechnete die Polizei aber auch mit verstärkten "alkoholbedingten Ausfällen" von Besuchern, da der 1. Mai und der sogenannte Vatertag (Himmelfahrt) zusammenfallen. Dies werde den Beamten zusätzliche Arbeit bescheren, hieß es. (dpa)
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