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Hier müssen viele Leute mitziehen

Von SUSANNE HENGESBACH, 05.05.08, 20:24h

Oliver Held „surft“ mit Hilfe von Passanten auf dem Skateboard von einem Bezirksamt zum nächsten. Der Künstler lässt sich für die Aktion „Cookie” durch Köln bewegen.

BILD: MICHAEL BAUSE
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Hier reicht eine Künstlerin dem wackeligen Skateboarder die Hand: Christiane Gerlach-Sonnabend hilft Oliver Held am Lindenthaler Bezirksamt ein paar Meter weiter.
BILD: MICHAEL BAUSE
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Hier reicht eine Künstlerin dem wackeligen Skateboarder die Hand: Christiane Gerlach-Sonnabend hilft Oliver Held am Lindenthaler Bezirksamt ein paar Meter weiter.
Nach „Händchenhalten“ steht Alexander Vellnow eigentlich nicht der Sinn, als er sich gestern Vormittag für ein Uni-Projekt auf den Weg nach Bensberg macht. „Nee, wirklich nicht“, meint der 24-jährige Student der Sonderpädagogik, der längst in der Straßenbahn sitzen will, nun aber vor dem Bezirksamt Lindenthal mehr oder minder freiwillig für den Fotografen posiert - Hand in Hand mit einem Künstler, der gerade in ungewöhnlicher Mission in Köln unterwegs ist. Oliver Held ist auf Videoinstallationen spezialisiert. „Surfen“ hingegen ist nicht gerade seine Domäne, zumindest nicht, was das gekonnte Fortbewegen auf einem Skateboard betrifft. Doch gerade diese wackelige Unterlage hat sich der 37-Jährige für seine Aktion „Cookie“ ausgeguckt.

Sein Plan: E will nacheinander sechs der neun Kölner Bürgerämter „bereisen“. Sein Handicap: Er kann gar nicht Skateboard fahren, sondern ist darauf angewiesen, dass Passanten wie Vellnow ihn ein Stück ziehen oder schieben. Weil die Gesamtstrecke 22 Kilometer beträgt und der Künstler sein Projekt möglichst ohne Unterbrechung realisieren möchte, ist er nicht nur auf Menschen angewiesen, die mitziehen, sondern auch solche, die ihm eine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung stellen. Die Idee zur Aktion „Cookie“ wurde nominiert für den ersten „KIU-Kunstpreis“, der von der Kölner Internet Union verliehen wird. Alle Strecken-Eindrücke und vor allem Kommentare, Bilder und Videos der Menschen, die an der Aktion teilnahmen, werden in einer Installation verarbeitet. Diese ist ab 15. Mai in der Ausstellung „web 2.0“ am Hansaring 78 bei „sym.net“ zu sehen.

 www.oliver-held.net



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