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Gefühlte Milliarde

Von ANDREAS DAMM, 08.05.08, 22:39h, aktualisiert 29.10.13, 22:39h

Frisch überarbeitete Kölner Internet-Seiten werben mit leichter Übertreibung. Zum Start begnügt sich Köln-Tourismus auf seinen neuen Auftritt mit zwei Sprachen, Deutsch und Englisch. Bis zu zehn weitere sollen folgen.

Kölner Dom
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Milliardenfach besucht? Der Kölner Dom
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Milliardenfach besucht? Der Kölner Dom
„Köln ist ein Gefühl.“ Und: „Köln macht süchtig.“ Mit solchen Sprüchen - Verheißung den einen, Drohung den anderen - empfängt die städtische Tourismus-Gesellschaft seit gestern die Besucher ihrer überarbeiteten Internet-Seiten. Dabei halten die Mitarbeiter sensationelle Zahlen bereit, um die Stadt so gut wie möglich zu vermarkten. Der Dom etwa, die größte Attraktion Kölns, sei „tausendfach besungen und Milliarden Mal besucht“. Unglaublich, diese Beliebtheit: Zuletzt hatte die Kathedrale gut sechs Millionen Besucher jährlich; um die Milliarde zu erreichen, hätte der Dom eine ebenso stattliche Touristenschar seit 1842 Jahr für Jahr anlocken müssen - obwohl er erst 1880 vollendet worden ist.

Es geht eben ums Gefühl in Köln, nicht um die Logik. Passend dazu findet der Betrachter der Seite kurze Filmchen, in denen ein Köbes, ein Büdchenbesitzer, ein Zoo-Pfleger und ein Domschweizer darüber plaudern, welches Gefühl die Stadt ihnen gibt. Sie tun das eher hölzern als mitreißend. Gerade deshalb wirken sie echt.

Die Rubrik „Unsere Besten“, ein digitales Bilderbuch, listet auf, was Besucher auf keinen Fall verpassen sollten. Das sind der Reihe nach: der Dom, der Karneval, das Kölsch, das Nachtleben, die Einkaufsmöglichkeiten, das Feuerwerk Kölner Lichter, die Weihnachtsmärkte, die Medienhauptstadt, der Rhein und die Schifffahrt. Ach ja, und als Letztes auch noch das: Kunst und Kultur.

Außer Informationen, Buchungsmöglichkeiten und Kartenservice für jedermann gibt es ein gesondertes Angebot für die Tourismuswirtschaft. Hier finden Reise- und Kongressveranstalter Nützliches zu Örtlichkeiten, Veranstaltungsprogrammen und möglichen Ansprechpartnern.

Zum Start begnügt sich Köln-Tourismus bei seinem neuen Internet-Auftritt mit zwei Sprachen, Deutsch und Englisch. Bis zu zehn weitere sollen folgen. An Hamburg wird man damit noch lange nicht herankommen. Das Internet-Angebot der Hafenstadt ist in zwei Dutzend Sprachen übersetzt - Esperanto und Plattdüütsch eingeschlossen.

 www.koelntourismus.de



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