Von JOHANNES SCHMITZ, 18.05.08, 17:26h, aktualisiert 18.05.08, 17:27h
Anlass für die historische Rückschau war ein Ereignis, das eine Verbindung von der Kaiserzeit bis ins 22. Jahrhundert herstellen soll: Die Stadtwerke Wuppertals haben die Schwebebahntrasse und die Bahnhöfe fast komplett saniert. Im letzten Sommer begannen die Arbeiten an der großen Endhaltestelle Vohwinkel, die jetzt fertig ist. Dort war Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1900 aus jenem schwebenden Zug gestiegen, der seitdem selbstredend Kaiserwagen heißt. Doch in den vergangenen 100 Jahren hatte der Rost die Schienenstränge und die Trägerkonstruktionen der fliegenden Busse derart angenagt, dass sogar schon über die Stilllegung des Wuppertaler Herzstücks nachgedacht wurde.
Die Schwebebahn blieb. Und nach dem Umbau soll sie für die nächsten 100 Jahre fit sein. Mehr als 1000 Tonnen Stahl wurden allein an der Endhaltestelle Vohwinkel verbaut; Kosten 17 Millionen Euro. Bevor die Konstruktion dort zusammengefügt wurde, war sie probeweise bereits in Moers einmal aufgebaut worden.
Bis 2011 werden die letzten vier Haltepunkte überholt, darunter befindet sich das andere Ende der Schwebebahnstrecke in Oberbarmen. Und dann soll es auch neue Wagen geben. Nur ein Zug darf natürlich weiterfahren: der Kaiserwagen. Der verkehrt zwar nicht im Alltag, aber man kann ihn mieten.
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