Erstellt 21.05.08, 09:06h
Zahlreiche Bonner bieten den Besuchern ein Gästebett oder einen Platz für Isomatte und Schlafsack an. Denn parallel zur UN-Konferenz finden mehrere Jugendgipfel und Kongresse statt, organisiert von Nichtregierungsorganisationen, Ministerien und Initiativen. „Viele unserer Teilnehmer sind aus Entwicklungsländern angereist und hatten nicht genug Geld für ein Hotelzimmer“, sagt Lena Horlemann vom Organisationsbüro der „Planet Diversity“-Konferenz. Die Gäste und ihre Herbergsväter und -mütter hatten sich schon per E-Mail kennen gelernt. „Es macht einfach Spaß, sich mit einem Menschen von einem anderen Teil der Erde zu unterhalten“, sagt Golimbeck.
Die jungen Erwachsenen, die am Gipfel „Go 4 BioDiv“ teilnehmen, übernachten ebenfalls bei Gastfamilien. Der Gipfel wird vom Entwicklungsministerium organisiert, seit Samstag diskutieren rund 50 Teilnehmer zwischen 18 und 30 Jahren. „Wir haben per Schneeballsystem Gastfamilien gesucht. Und schnell mehr Familien als Teilnehmer gefunden“, freut sich Sabine Tonscheid von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), die den Gipfel mit organisiert. Die Teilnehmer der Konferenz „Biodiversity on the Edge“, organisiert von der Naturschutzjugend, schlafen ganz klassisch im Haus Annaberg in Friesdorf.
Stadterkundung
Im Alten Rathaus wurden sie von Bürgermeister Peter Finger empfangen. Sudeep Jana (26) aus Nepal und Alberto Mogio Perez (28) aus Spanien schauten etwas erschöpft drein: „Wir haben uns heute die Stadt angeschaut. Der Botanische Garten ist sehr schön, die Universität beeindruckend.“
Die Hotels in Bonn und Umgebung sind noch nicht ausgebucht, weiß Tillmann Flaig. Der Geschäftsführer der Tourismus & Congress GmbH, die die Unterbringung der UN-Konferenz-Teilnehmer organisiert: „Wir haben ein Kontingent von 5000 Hotelzimmern freigehalten. Davon sind bisher rund 50 Prozent belegt.“ Anders sieht es in den letzten fünf Tagen der Konferenz Ende Mai aus, wenn nach und nach die höherrangigen Politiker anreisen. „Da sind wir schon sehr gut gebucht. Aber man bekommt nach dem aktuellen Stand auf jeden Fall noch einen Platz, auch wenn man kurzfristig anreist“, so Flaig.
Die Gäste wohnen nicht nur im Bonner Zentrum, sondern sind auch in der Region untergebracht, etwa in Königswinter, Siegburg und Bad Honnef. „Alle Hotels mit gutem Anschluss an den Öffentlichen Nahverkehr sind ein sehr guter Standort“, sagt Flaig. (odb)
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