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Rote Welle

Fußgänger müssen zu lange warten

Von Matthias Pesch, 16.06.08, 20:09h, aktualisiert 16.06.08, 21:41h

Der Verkehrsclub Deutschland hat Kölner per Fragebogen zu den Ampeln im Stadtgebiet befragt. Besonders ärgern sich die rund 400 Teilnehmer über lange Rotphasen, kurze Grün-Zeiten für Fußgänger und Radfahrer oder "unnötige" Ampeln in ruhigen Wohngebieten.

Kölns rote Ampeln nerven
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Eine Ampel zeigt "Rot" - in Köln ist dies leider meist der Normalzustand. (Bild: dpa)
Kölns rote Ampeln nerven
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Eine Ampel zeigt "Rot" - in Köln ist dies leider meist der Normalzustand. (Bild: dpa)
Innenstadt -

Druckknopfampeln müssen wenige Sekunden nach Betätigung auf Grün springen - wo das nicht möglich ist, sollten die Druckknöpfe demontiert werden. Diese Forderung leitet der Verkehrsclub Deutschland (VCD) aus den Ergebnissen einer Fragebogenaktion ab, die der Verein im November vorigen Jahres gestartet hatte und bei der die Kölner ihre „Ärger-Ampeln“ benennen konnten. „Es ist kein Problem einzelner Kreuzungen, sondern ein systematisches“, stellte Volker Kunstmann vom VCD fest. Rund 400 ausgefüllte Fragebögen gingen ein, zu 217 der insgesamt etwa 1.000 Ampelanlagen im Stadtgebiet äußerten die Einsender ihre Kritik.

Viele "übliche Verdächtige"

Dabei zeichneten sich allerdings durchaus bekannte Konfliktkreuzungen ab: Neumarkt / Cäcilienstraße etwa, Ottoplatz / Auenweg, entlang der Luxemburger Straße, Luxemburger Straße / Militärring oder Gottesweg / Petersbergstraße. Der VCD bemängelt, dass die Ampeln vielfach nach den Bedürfnissen der Autofahrer gesteuert werden und für Fußgänger und Radler nur die „Restzeit“ übrig bleibe. So fordert der Verein, dass mehrspurige Straßen „in einer Grünphase, mindestens jedoch innerhalb eines Ampelumlaufs zu queren sein“. Auf Einfallstraßen mit Bahnverkehr müssten die Ampeln so geschaltet sein, dass Fußgänger Grün bekommen, wenn eine Bahn in die Haltestelle einfährt. Der VCD plädiert zudem dafür, verstärkt Ampeln abzuschalten, wo es möglich und sinnvoll ist. „Wir sehen allerdings das Problem, dass bestimmte Ampeln für die Schulwegsicherung nötig sind“, so Kunstmann. Etwa an der Ecke Manderscheider Straße / Kyllburger Straße. Gerade dort aber müssten Druckknopf-Ampeln sofort reagieren, um zu verhindern, dass Kinder wegen der zu langen Wartezeit bei Rot über die Straße liefen.

Anders als einige Einsender lehnt es der VCD allerdings ab, die Vorrangschaltung der Stadtbahnen einzuschränken. Der Verein hat die Auswertung an Verwaltung und Bezirksvertretungen geschickt und will mit ihnen über seine Forderungen ins Gespräch kommen.



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