Von Anja Katzmarzik, 19.06.08, 12:43h
Den mag die Seelöwin zum Knutschen nämlich trotz ihres Namens, den sie wegen ihrer dunklen Fellfarbe verliehen bekam, immer noch am liebsten. - „Ein bisschen kalt, ein bisschen schwammig“, beschrieb der Geküsste das „einmalige Erlebnis“. „Fast schöner als mit einer Frau.“ Hoffentlich liest das nicht seine Gattin. . .
Patenschaften sind eine wichtige Einrichtung für den Tiergarten, wie Direktor Theo Pagel berichtet. „150 000 Euro konnten wir so im vergangenen Jahr requirieren.“ Zwischen 50 und 5000 Euro kosten die Verpflegung je nach Tier für ein Jahr. Prominente Paten sind etwa Kabarettist Wilfried Schmickler (zahlt für einen Brüllaffen), Moderator Stefan Raab (Erdmännchen) und Schauspielerin Susanne Uhlen, der es ein Alpaka angetan hat.
Noch patenlos, weil kürzlich erst geboren, sind die Moschusochsen-Babys Lars (vier Wochen alt) und Momo (acht Tage alt), die am Donnerstag offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Ihre feine Wolle, die die Tiere in Placken verlieren, und die etwa von Inuits zu Kleidung verarbeitet wird, wird im Kölner Zoo übrigens anders „recycelt“. Pagel: „Wir bringen sie in unsere Vogelvolieren und da werden dann Nester daraus gebaut.“
Eine andere Eigenart der „Schafsochsen“ ist übrigens Fußballspielen, wie Pagel weiter erklärte. „Die Tiere spielen gerne mit schweren Bällen und können schießen wie Lukas Podolski.“ Mit ihrer immensen Kraft und Ausdauer würden sie in der Brunftzeit sogar Betonpfeiler zum „Einknicken“ bringen können - und bei Ermangelung von Rivalen auch aggressiven Angriffsfußball spielen. Womit der nächste EM-Kader schon feststünde.
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