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Neuer Name

Kölnarena wird zur Lanxess Arena

Von ANDREAS DAMM UND WILLI FELDGEN, 02.06.08, 16:23h, aktualisiert 03.06.08, 10:40h

Die Kölnarena in Köln-Deutz wird umbenannt. Der Kommunikationschef des Leverkusener Chemie- und Kunststoff-Unternehmens bestätigte die Meldung - die Verträge seien "druckfrisch". Die Umbenennung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Kölnarena
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Ein Schriftzug der bald Vergangenheit sein wird, die "Kölnarena", Bild: Worring
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Ein Schriftzug der bald Vergangenheit sein wird, die "Kölnarena", Bild: Worring
Köln - Die Kölnarena in Köln-Deutz wird in „Lanxess Arena“ umbenannt. Das bestätigte der Kommunikationschef des Leverkusener Spezialchemie-Konzerns, Christoph Sieder, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Verträge mit dem Betreiber der größten Sport- und Konzerthalle seien „druckfrisch“ und soeben unterschrieben worden, sagte Sieder am Montag. Die Umbenennung trete mit sofortiger Wirkung in Kraft. Es werde allerdings noch einige Zeit dauern, bis das damit verbundene „Corporate design“ entwickelt und die erforderlichen Umgestaltungen an der Veranstaltungshalle selbst beendet seien.

„Wir versprechen uns von der Umbenennung der Kölnarena drei Jahre nach dem Start von Lanxess als unabhängiges Unternehmen, dass wir die Bekanntheit unserer Marke einen entscheidenden Schritt voranbringen und im Wettbewerb um die Talente bei der Anwerbung neuer Mitarbeiter zulegen können“, sagte Vorstandschef Axel Heitmann. „Wir sind stolz, dass ein in der Region tief verwurzeltes Unternehmen Namensgeber der Kölnarena wird“, fügte er hinzu.

Ralf Bernd Assenmacher, geschäftsführender Gesellschafter der Kölnarena Management GmbH, sieht in dem Engagement von Lanxess „eine wichtige Säule, damit wir auch in Zukunft unsere Spitzenposition als Veranstaltungsort erhalten und den Besuchern ein attraktives Programm und höchsten Komfort bieten können“. Bei der Auswahl des künftigen Namensgebers habe man besonderen Wert darauf gelegt, dass das Unternehmen einen starken Bezug zur Region habe.

Oberbürgermeister Fritz Schramma sprach von „einer gesunden Hochzeit“. Zum einen sei Lanxess ein Wirtschaftsmotor der Region; die Vereinbarung zeige, „dass dieser Motor verwurzelt ist in der Stadt und der Region“. Auf der anderen Seite stehe die Kölnarena als größte Veranstaltungshalle in Europa und eine der attraktivsten dazu. Schramma erwarte „eine Stärkung der Veranstaltungs- und Sportstadt Köln“. Lanxess sei „weltweit unterwegs und wird für Köln weit über die Region hinaus werben“. Lieber wäre dem Stadtoberhaupt allerdings die Bezeichnung „Lanxess Arena Köln“.

Die Umbenennung ist für zunächst zehn Jahre festgeschrieben. „Damit legen wir ein klares Bekenntnis zu unserem Standort in Nordrhein-Westfalen ab“, sagte Sieder. Nahezu 8000 Beschäftigte des Leverkusener Unternehmens arbeiten in NRW. Für viele von ihnen sei die Kölnarena ein fester Bestandteil ihrer Freizeitgestaltung. „Der neue Name der mit Abstand bekanntesten Veranstaltungshalle in Deutschland ist eine perfekte Plattform, um den Stolz unserer Mitarbeiter auf ihr Unternehmen noch zu steigern“, sagte Sieder. Die Lanxess AG, die Anfang 2005 aus der Bayer AG abgespalten worden ist, hatte erst vor kurzem angekündigt, von 2009 an ihre jährliche Aktionärsversammlung in der Kölnarena abzuhalten.

Wie viel Geld der Chemie-Riese dafür zahlt, Namensgeber für die Kölnarena zu werden, teilt das Unternehmen nicht mit. Darüber sei Stillschweigen vereinbart worden, heißt es. Gemessen an der investierten Summe sei die Effizienz für das Unternehmen aber voraussichtlich höher, als es manch einer erwarte, sagte Kommunikations-Chef Sieder. Im Zusammenhang mit früheren Verhandlungen der Arena mit anderen möglichen Namensgebern war in der Branche über einen Betrag von rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr spekuliert worden.

Die Arena schreibt seit ihrer Eröffnung vor zehn Jahren Verluste. Das Geschäftsjahr 2004 etwa endete mit einem Minus von 1,7 Millionen Euro; damals hieß es, aus eigener Unternehmenskraft könnten keine positiven Ergebnisse für die nähere Zukunft erwartet werden“.

Wegen der Umbenennung müssen Dutzende von Straßenschildern ausgetauscht werden. Die Kosten müssen Lanxess und die Arena-Betreiber übernehmen.



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