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Spieler gesperrt

Hartes Urteil nach Kreisliga-Skandal

Von Gregor Nentwig, 07.06.08, 16:01h, aktualisiert 08.06.08, 20:43h

Die Spruchkammer des Fußballkreises Köln hat entschieden: Die erste Mannschaft von DJK Löwe wird - obwohl sie gar nicht auf dem Platz stand - aus der Kreisliga C zurückgestuft. Sieben Spieler von Löwe II erhalten eine Sperre von einem Jahr, die Mannschaft wird mit einem 12 Punkteabzug bestraft.

Urteil im Skandalspiel
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Die Spruchkammer des Fußballkreises Köln hat ein Urteil im Fall des Kreisliga-Skandalspiels gefällt. (Bild: Krasniqi)
Urteil im Skandalspiel
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Die Spruchkammer des Fußballkreises Köln hat ein Urteil im Fall des Kreisliga-Skandalspiels gefällt. (Bild: Krasniqi)
Nippes - Die Spruchkammer des Fußballkreises Köln hat nämlich in einer Sondersitzung am Samstag sieben Spieler der zweiten Mannschaft von DJK Löwe für je ein Jahr vom Spielbetrieb gesperrt, für die Saison 2008/09 einen Abzug von 12 Punkten beschlossen und zusätzlich die erste Mannschaft von der Kreisliga C in die Kreisliga D runtergestuft. Zusätzlich muss der Verein noch eine Geldstrafe von 500 Euro zahlen. „Die Strafen sind wesentlich zu hart“, sagte Heinz-Bert Schmitz, Rechtsanwalt und Vorstandsmitglied beim Fußballverein DJK Löwe. „Wir werden gegen den Beschluss der Spruchkammer auf jeden Fall Berufung einlegen.“

Zwei Stunden hatte sich die Spruchkammer beraten, ehe sie zu dem Entschluss gekommen war, dass sich die Spieler der zweiten Mannschaft von DJK Löwe „grob unsportlich“ verhalten hätten, sagte der Vorsitzende der Spruchkammer, Karl Heinz Grimm. Die Spieler hatten im Laufe der Anhörung nämlich mehrfach zugegeben, bei der 1:54-Niederlage gegen SV Rheinkassel-Langel „betrunken und stehend K.o.“ gewesen zu sein, da man am Vorabend eine Party gefeiert hatte, die erst kurz vor Anpfiff zu Ende war. „Die Spieler haben sich während des Spiels überraschend passiv verhalten“, bestätigte der Schiedsrichter der Partie, Helmut Koch, die Aussagen. „In der ersten Halbzeit war es noch ein normales Fußballspiel, in der zweiten Halbzeit haben die Spieler von DJK Löwe dann nicht mehr eingegriffen.“ Somit sah Grimm eine gravierende persönliche Schuld der Spieler durch ihre Passivität bestätigt und sperrte sie.

Die Spieler von Langel hingegen und der Verein selbst bleiben ungestraft. Da nach der Anhörung des Kapitäns Marcel Schiller und des Trainers Horst Richwien für die Spruchkammer erwiesen schien, dass jegliches Fehlverhalten allein von DJK Löwe ausgegangen sei, wurde das Spiel mit 54:1 für Langel gewertet, die somit den Aufstieg in die Kreisliga C feiern können.

Auch Germania Nippes, durch den 54:1 Sieg Langels gegen DJK Löwe am letzten Spieltag vom Aufstiegsplatz verdrängt, kann sich noch Hoffnungen auf die Kreisliga C machen. Die Spruchkammer empfahl Löwe, den Platz in der Kreisliga C, den die erste Mannschaft durch die Runterstufung verliert, Germania Nippes anzubieten.

Am Montag wird DJK Löwe in einer internen Sitzung die 1:54-Niederlage und den Beschluss der Spruchkammer diskutieren. Berufung kann Löwe noch bis zum kommenden Dienstag, 0 Uhr, einlegen. Das werde der Verein auch tun, da das bloße Spielergebnis „weder indiziere, noch beweise, dass Unsportlichkeiten vorgelegen haben“, sagte Vorstandsmitglied Schmitz. Schlimmer als die von der Spruchkammer auferlegten Strafen sei jedoch der entstandene Eigenschaden und „die Schädigung des Rufs von DJK Löwe.“



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