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Ungewöhnlicher Fund

Neuzugang im XXL-Format

Von JULIA HOHENADEL, 22.06.08, 17:43h, aktualisiert 23.06.08, 17:55h

Im Tierheim wurde eine 30 Kilogramm schwere Riesenschildkröte abgegeben. Die Herkunft des Kolosses mit Panzer ist unbekannt. Das Tier wurde zunächst auf den Namen „Charles“ getauft.

Riesenschildkröte gefunden
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Otto-Normal-Schildkröte neben XXL-Reptil: Nach einem verblüfften Blick in den Riesenpanzer nahm das kleine „Modell“ schleunigst Reißaus vor dem großen Bruder. Eines haben jedoch beide gemeinsam: die Vorliebe für Gurkenscheiben und Löwenzahn. BILD: JULIA HOHENADEL
Riesenschildkröte gefunden
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Otto-Normal-Schildkröte neben XXL-Reptil: Nach einem verblüfften Blick in den Riesenpanzer nahm das kleine „Modell“ schleunigst Reißaus vor dem großen Bruder. Eines haben jedoch beide gemeinsam: die Vorliebe für Gurkenscheiben und Löwenzahn. BILD: JULIA HOHENADEL
Troisdorf - - „Ist er nicht niedlich?“ Ulla Fiebig ist hin und weg vom neuesten Zugang im Tierheim an der Siebengebirgsallee. Doch dabei handelt es sicher vermutlich um einen der ungewöhnlichsten Findlinge der letzten Jahre. „Charles“, wie die stellvertretende Vorstandssprecherin ihr Herzblättchen getauft hat, ist eine 30 Kilogramm schwere Riesenschildkröte, die nun durch einen Hundefreilauf des Vereins stampft. Eine normale griechische Landschildkröte nimmt sich gegen das Schwergewicht aus wie ein Winzling - und sucht nach einem verblüfften Blick in den XXL-Panzer schleunigst das Weite.

Gefunden wurde der dicke Brummer von Spaziergängern in Eitorf. Die Einlieferung in die Auffangstation geriet daraufhin zum Kraftakt - immerhin gehört Charles nicht gerade zu den Leichtgewichten. Aber woher stammt das Riesen-Reptil? „Eigentlich dürfen solche Schildkröten-Arten in Deutschland gar nicht gehalten werden“, weiß Fiebig. Sie vermutet, dass Charles bislang „unter Verschluss“ lebte.

Denn nicht nur die Einfuhr bedrohter Arten ist hierzulande streng verboten, sondern auch der Besitz. „Ich kann mir nur vorstellen, dass Charles ursprünglich auf die Galapagosinseln gehört“, sagt Ulla Fiebig. Auf dem abgeschiedenen Eiland leben die Giganten seit Jahrhunderten. Immerhin: Charles mache einen gesunden Eindruck, freut sich die Findelmutter. Heute soll ein Experte des Bonner Museums König einen Blick aufs Tier werfen und Art, Geschlecht und Alter bestimmen. Dann wird entschieden, ob Charles in einen Zoo umzieht. „Doch würde ich ihn gern noch ein wenig behalten“, schwärmt Fiebig.



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