Von Claudia Hauser, 26.06.08, 22:50h, aktualisiert 28.06.08, 11:52h
Der Schutz und die Erforschung von Tierarten gehören zu den Hauptaufgaben eines Zoos. Theo Pagel bedauert, dass diese Aspekte beim großen Zoo-Test des Hamburger Magazins „Stern“ nicht berücksichtigt wurden. Vor acht Jahren war der Kölner Zoo die Nummer eins, im aktuellen Ranking schneidet er nur noch mittelmäßig ab: Von 27 großen deutschen Zoos belegt Köln mit der Gesamtnote 2,16 (im Jahr 2000: 1,91) den 15. Platz. Der Zoo Berlin ist eindeutiger Sieger. „Wir haben im Grunde nur eine Viertelnote schlechter abgeschnitten als beim ersten Test“, sagt Pagel, der nicht nachvollziehen kann, warum beispielsweise das Eulen- und Greifvögelhaus von einer glatten Eins auf die Note 2,4 abgerutscht ist. „Wir haben in dem Bereich in den letzten Jahren nichts verändert.“
Bewertet wurden außer dem äußeren Eindruck auch der Besucherservice und die Tierhaltung, die 80 Prozent der Note ausmachen. Hier wurden in Köln vor allem die Gehege der Nilpferde und der Krokodile bemängelt. Außerdem erhielten der Spielplatz und das Restaurant keine guten Noten. Pagel verweist auf die Planung des neuen Restaurants neben dem Elefantenpark. Mit dem neuen Hippodrom - einem Haus für die Nilpferde und Krokodile, das 2010 eröffnet werden soll - habe der Zoo außerdem genau auf der Agenda, was kritisiert worden ist. Pagel hat sich zum Ziel gesetzt, beim nächsten Vergleich mit dem Kölner Zoo wieder ganz vorne dabei zu sein. „Der Test zeigt, dass Betreiber erkennen müssen, wie nötig es ist, immer wieder neu zu investieren.“
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