Von ISMENE POULAKOS, 27.06.08, 22:19h, aktualisiert 29.06.08, 09:46h
Die Studie aus dem Department Psychologie der Universität Köln ist Teil eines großen kulturvergleichenden Projektes. Mehr als 1000 Jugendliche wurden allein in Deutschland in den Jahren 2001 und 2002 befragt. 2007 verglichen die Kölner Psychologen die Daten mit 120 qualitativen Interviews, in denen unter anderem gezielt nach der Weltmeisterschaft gefragt wurde.
Die Ergebnisse deuten jedoch nicht nur auf einen gestiegenen Nationalstolz hin, sondern auch auf mehr Toleranz und weniger Fremdenfeindlichkeit. „Die große WM-Party hat die Jugendlichen näher zusammengeführt“, kommentiert Schmidt-Denter. Der Nationalstolz junger Menschen könne durch bedeutende Ereignisse kurz- und mittelfristig beeinflusst werden.
Der viel zitierte „Partyotismus“ macht also nicht nur Spaß, sondern hat auch positive Nebeneffekte. Und bringt vielleicht Politiker auf gute Ideen, wie sie künftig Gelder für Anti-Rassismus-Kampagnen sinnvoll anlegen können.
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