Von Georg Imdahl, 07.07.08, 21:54h
Die Initiative geht auf die kürzlich neu gewählten Sprecher der Kölner Galerien, Linn Lühn und Thomas Rehberger, zurück. Sie wollen mit einem „geschlossenen“ Auftritt der Kölner Galerien „die Besonderheiten und die Stärken Kölns“ in den Blickpunkt stellen - und dem Eindruck entgegenwirken, dass sich die deutsche Kunstszene inzwischen nur noch in der Hauptstadt abspiele. Bei den eingeladenen Sammlern, so Rehberg, ziele man einerseits auf die „Topliga“ mit den einschlägig bekannten Namen (Wilhelm Schürmann, Ingvild Goetz, Christian Boros), vor allem aber wolle man „die Region stärken“ und das Sammlerpublikum aus dem Rhein-Ruhr-Raum beleben. Aus Köln werden sich demnach Sammler wie Robert Müller-Grünow und Mike Meiré auf der Party einfinden. All dies läuft auf eine Wiederbelebung der Premierentage der Galerien hinaus.
Bei dem Fest im Skulpturenpark wird der neue Art-Cologne-Chef Daniel Hug für die erste von ihm verantwortete Ausgabe der Traditionsmesse werben. Er bestätigte gestern, was er bereits beim 5. „KulturSonntag“ des „Kölner Stadt-Anzeiger“ hatte durchblicken lassen: Die 43. Ausgabe der Art Cologne zieht aus den Hallen 4 und 5 in die Halle 11, wo ihr drei Ebenen für drei Messesegmente (Etablierte Zeitgenossen, Klassische Moderne und Kunst nach 1945, Open Space für junge Galerien) mit jeweils rund 15 000 Quadratmetern Fläche zur Verfügung stehen werden. Die hart kritisierte Beleuchtung soll sich bessern, ein neuer Internetauftritt ist in Arbeit.
Weitere Impulse zu einer kollektiven Vitalisierung der rheinischen Kunstszene haben sich zuletzt auch in den Reihen der Düsseldorfer Galerien bemerkbar gemacht. So planen die Kölner und Düsseldorfer Händler für das kommende Jahr gemeinsame Vernissagen an zwei Terminen - während der 43. Art Cologne im April und dann im Spätsommer. Auch diese Allianz soll zu einer ständigen Einrichtung werden, um rheinischen und auswärtigen Interessenten den Besuch in den Galerien schmackhaft zu machen. Wie notwendig die jetzt angekündigten Maßnahmen sind, teilt sich nicht zuletzt in der Ankündigung der alteingesessenen Kölner Galerie Sprüth / Magers mit, am 30. August mit Thea Djordjadze ihre letzte Kölner Ausstellung zu eröffnen, bevor sie in Berlin debütiert.
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