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Zusammenarbeit

„Cologne Open“ und eine rheinische Allianz

Von Georg Imdahl, 07.07.08, 21:54h

Die Kölner Galerien beleben die gemeinsamen Vernissagen neu. Im Jahre 2009 eröffnen sie zusammen mit Düsseldorfer Galerien.

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Thomas Rehbein BILD: GALERIE
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Thomas Rehbein BILD: GALERIE
Die Kölner Galerien wollen die Energien des heimischen Standorts künftig wieder stärker konzentrieren und kündigen ein Maßnahmen-Bündel zur Belebung an. So haben sich rund 40 Galerien darauf verständigt, am Samstag, 30. August, neue Ausstellungen zu eröffnen; andere feiern an diesem Tag die Finissage, nahezu sämtliche der 64 auf dem Flyer „Köln Galerien“ vertretenen Händler öffnen von 11 bis 18 Uhr ihre Pforten. Allen Besuchern wird bei diesen „Cologne Open 2008“ ein kostenloser Shuttle-Service zur Verfügung gestellt werden, dessen Limousinen der Marke Audi die wesentlichen Schauplätze ansteuern werden - die Innenstadt, das Belgische Viertel, die Südstadt und das Galerienhaus An der Schanz 1 a. Das Abendprogramm sieht zunächst einen Aperitif im Museum Ludwig vor, danach erwartet rund 500 geladene Gäste ein offenbar üppiges Sommerfest mit Barbecue-Dinner im Skulpturenpark Köln. Erwartet werden - selbstverständlich - jede Menge Sammler. Aus diesem Anlass wird in dem Park an der Riehler Straße ein hochwertiges Zelt errichtet, ergänzt durch Pavillons und Sitzgarnituren.

Die Initiative geht auf die kürzlich neu gewählten Sprecher der Kölner Galerien, Linn Lühn und Thomas Rehberger, zurück. Sie wollen mit einem „geschlossenen“ Auftritt der Kölner Galerien „die Besonderheiten und die Stärken Kölns“ in den Blickpunkt stellen - und dem Eindruck entgegenwirken, dass sich die deutsche Kunstszene inzwischen nur noch in der Hauptstadt abspiele. Bei den eingeladenen Sammlern, so Rehberg, ziele man einerseits auf die „Topliga“ mit den einschlägig bekannten Namen (Wilhelm Schürmann, Ingvild Goetz, Christian Boros), vor allem aber wolle man „die Region stärken“ und das Sammlerpublikum aus dem Rhein-Ruhr-Raum beleben. Aus Köln werden sich demnach Sammler wie Robert Müller-Grünow und Mike Meiré auf der Party einfinden. All dies läuft auf eine Wiederbelebung der Premierentage der Galerien hinaus.

Bei dem Fest im Skulpturenpark wird der neue Art-Cologne-Chef Daniel Hug für die erste von ihm verantwortete Ausgabe der Traditionsmesse werben. Er bestätigte gestern, was er bereits beim 5. „KulturSonntag“ des „Kölner Stadt-Anzeiger“ hatte durchblicken lassen: Die 43. Ausgabe der Art Cologne zieht aus den Hallen 4 und 5 in die Halle 11, wo ihr drei Ebenen für drei Messesegmente (Etablierte Zeitgenossen, Klassische Moderne und Kunst nach 1945, Open Space für junge Galerien) mit jeweils rund 15 000 Quadratmetern Fläche zur Verfügung stehen werden. Die hart kritisierte Beleuchtung soll sich bessern, ein neuer Internetauftritt ist in Arbeit.

Weitere Impulse zu einer kollektiven Vitalisierung der rheinischen Kunstszene haben sich zuletzt auch in den Reihen der Düsseldorfer Galerien bemerkbar gemacht. So planen die Kölner und Düsseldorfer Händler für das kommende Jahr gemeinsame Vernissagen an zwei Terminen - während der 43. Art Cologne im April und dann im Spätsommer. Auch diese Allianz soll zu einer ständigen Einrichtung werden, um rheinischen und auswärtigen Interessenten den Besuch in den Galerien schmackhaft zu machen. Wie notwendig die jetzt angekündigten Maßnahmen sind, teilt sich nicht zuletzt in der Ankündigung der alteingesessenen Kölner Galerie Sprüth / Magers mit, am 30. August mit Thea Djordjadze ihre letzte Kölner Ausstellung zu eröffnen, bevor sie in Berlin debütiert.



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