Von KATHRIN SCHRAGE, 13.07.08, 18:51h
Zunächst absolvierte der neue Kader der Zollstocker am Freitag einen detaillierten Fitnesstest an der Deutschen Sporthochschule Köln, bevor wenig später am Vorgebirgstor die erste von insgesamt 26 Trainingseinheiten (plus sechs Freundschaftsspiele) im Rahmen der Vorbereitung auf die neue Spielzeit in der NRW-Liga startete. Der derzeit 24-köpfige Kader, darunter auch Torhüter Jonas Sela, der von Fortuna Köln noch nicht wie vermeldet verpflichtet wurde, könnte sich in den nächsten Wochen noch etwas verändern. „Ich hätte jede Position gern doppelt besetzt, um gut gerüstet in die Spielzeit zu gehen“, sagt Trainer Matthias Mink.
Hinsichtlich der sportlichen Ambitionen konnte man sich vereinsintern mit allen Beteiligten schnell einigen. Etwas komplizierter verlief indes die Trainer-Verpflichtung für die NRW-Liga. Nachdem die Vereinsverantwortlichen am Freitagnachmittag zur Vertragsverlängerung mit Matthias Mink gekommen waren, erhielt Hermann-Josef Werres die Information, bei der Fortuna als Trainer momentan nicht gebraucht zu werden. Schon Ende März hatte sich der Klub die Dienste des damaligen Trainers von Germania Dattenfeld zusichern lassen und dieses Abkommen bis zuletzt auch aufrechterhalten, obwohl öffentlich gemacht wurde, Mink solle im Falle des Aufstiegs weiterhin im Amt bleiben. Während Präsident Klaus Ulonska abstreitet, einen Vertrag mit Werres abgeschlossen zu haben, behauptet Werres das Gegenteil und ist demnach wie Mink nicht nur Ex-Spieler, sondern theoretisch auch offiziell Trainer des Kölner Traditionsklubs.
„Ich bin schon unheimlich enttäuscht. Doch zunächst ist wichtig, dass der Verein jetzt mal zur Ruhe kommt und sich gut auf die neue Spielklasse vorbereiten kann“, sagt Werres fair und will in den nächsten Tagen noch einmal Rücksprache mit den Vereinsvorsitzenden halten. „Wir müssen das noch einmal persönlich und nicht am Telefon klären“, so Werres, der nun erst mal ohne Verein und gänzlich unbeteiligt in die neue Saison gehen muss. Und das fällt dem leidenschaftlichen Fußball-Trainer schwer: „Mir ist langweilig“, bekennt der 50-Jährige, der sich deshalb so viel Fußball wie möglich auf allen möglichen Plätzen anschaut, wohl auch, um im Gespräch zu bleiben.
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