Erstellt 13.07.08, 18:01h
Das Modell von NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) steht am kommenden Mittwoch auf der Tagesordnung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern. Danach sollen die Hochschulen für jeden Stipendien-Euro, den sie aus der Wirtschaft einwerben, einen weiteren vom Staat dazu bekommen. Um die besten zehn Prozent der Studenten mit monatlich 300 Euro ausstatten zu können, wären rund 194 Millionen Euro jährlich nötig. NRW hofft, dass der Bund dabei wie beim Bafög zwei Drittel der Kosten übernimmt.
Aus der Wirtschaft kommen positive Reaktionen auf das NRW- Modell. "Der Ansatz ist gut", sagte BASF-Chef Jürgen Hambrecht der Zeitung. Es sei ein "interessanter Anreiz", damit Unternehmen mehr Geld in Stipendien stecken würden. Anders als in anderen Ländern bekommen in Deutschland bisher nur knapp zwei Prozent der Studenten ein Stipendium. IBM-Deutschland-Chef Martin Jetter meinte: "Das NRW-Modell ist ein sehr innovativer Vorschlag, um mittelfristig die Zahl der Akademiker zu steigern, die wir dringend brauchen."
Sollte die Wissenschaftskonferenz das Konzept am 16. Juli nicht billigen, will die NRW-Landesregierung nach Angaben eines Ministeriumssprechers im Oktober 2009 mit 3400 begabten Stipendiaten in Nordrhein-Westfalen beginnen. Sie sollen 300 Euro im Monat erhalten, unabhängig vom Einkommen der Eltern.(Bild: dpa)
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