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Heroin-Ambulanz

Pilotprojekt geht weiter

Erstellt 29.07.08, 15:15h, aktualisiert 29.07.08, 15:18h

Köln und Bonn wollen die Betreuung für schwer Heroinabhängige fortsetzen. Die Stadt Karlsruhe, die ebenfalls beim bundesweiten Modellprojekt mitmachte, zog sich dagegen zurück. Bis September 2007 gab es Geld von Land und Bund - nun müssen die Städte das Projekt alleine stemmen.

Heroin-Projekt
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Ein Tablett mit einer Heroinspritze, einem Becher mit Methadon sowie einem Gurt zum Abbinden des Blutes steht am 7.1.2003 in der Ausgabestelle des Karlsruher Heroin-Projekts. Die Stadt hat sich aus dem Projekt zurückgezogen - Köln und Bonn machen dagegen weiter. (Archivbild: dpa)
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Ein Tablett mit einer Heroinspritze, einem Becher mit Methadon sowie einem Gurt zum Abbinden des Blutes steht am 7.1.2003 in der Ausgabestelle des Karlsruher Heroin-Projekts. Die Stadt hat sich aus dem Projekt zurückgezogen - Köln und Bonn machen dagegen weiter. (Archivbild: dpa)
KÖLN/BONN - Köln und Bonn wollen ihre Heroin-Projekte auch nach dem Ausstieg der Stadt Karlsruhe fortführen. "Ich habe das mit Bestürzung gesehen, dass Karlsruhe da aussteigt", sagte die Kölner Sozialdezernentin Marlis Bredehorst am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Ohne die Bundesförderung sei es verständlich, "dass die eine oder andere Stadt das nicht mehr stemmen kann". Köln sei es aber gelungen, die Kosten auf 500.000 Euro jährlich zu begrenzen, da das Heroin-Projekt mit der Methadon-Ambulanz zusammengelegt worden sei. Dadurch könnten für beide Projekte dieselben Ärzte eingesetzt werden.

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"Wir sind aber genauso wie Karlsruhe ärgerlich, dass der Bund das nicht bezahlt." Der Bund müsse das Betäubungsmittelgesetz ändern, so dass Heroin als Medikament anerkannt werde, forderte Bredehorst. Bei dem Projekt erhalten Drogenabhängige kontrolliert Heroin. In Köln sind es zurzeit 33. Das Projekt werde ohne zeitliche Begrenzung fortgeführt, betonte Bredehorst.

Im Modellprojekt wurde laut Darstellung der Stadt Köln untersucht, inwieweit die Gesundheit Schwerstabhängiger verbessert werden kann, wenn man diese engmaschig durch Ärzte und Sozialarbeiter betreut. Die eigentliche Projektphase lief im September 2007 jedoch aus; seit diesem Zeitpunkt gibt es keine Fördergelder von Bund und Land mehr.

Auch die Stadt Bonn hat Ende 2007 beschlossen, das Projekt im gesamten Jahr 2008 weiterzuführen. Insgesamt stehen dafür Mittel in Höhe von 614.000 Euro zur Verfügung, von denen Bonn den Großteil selbst trägt. Behandelt werden hier noch 35 Patienten.

(dpa-lnw/bs)



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