Erstellt 29.07.08, 15:15h, aktualisiert 29.07.08, 15:18h
Überraschend: Mehr Therapiefälle in Bonn
"Wir sind aber genauso wie Karlsruhe ärgerlich, dass der Bund das nicht bezahlt." Der Bund müsse das Betäubungsmittelgesetz ändern, so dass Heroin als Medikament anerkannt werde, forderte Bredehorst. Bei dem Projekt erhalten Drogenabhängige kontrolliert Heroin. In Köln sind es zurzeit 33. Das Projekt werde ohne zeitliche Begrenzung fortgeführt, betonte Bredehorst.
Im Modellprojekt wurde laut Darstellung der Stadt Köln untersucht, inwieweit die Gesundheit Schwerstabhängiger verbessert werden kann, wenn man diese engmaschig durch Ärzte und Sozialarbeiter betreut. Die eigentliche Projektphase lief im September 2007 jedoch aus; seit diesem Zeitpunkt gibt es keine Fördergelder von Bund und Land mehr.
Auch die Stadt Bonn hat Ende 2007 beschlossen, das Projekt im gesamten Jahr 2008 weiterzuführen. Insgesamt stehen dafür Mittel in Höhe von 614.000 Euro zur Verfügung, von denen Bonn den Großteil selbst trägt. Behandelt werden hier noch 35 Patienten.
(dpa-lnw/bs)
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