Von Matthias Pesch, 01.08.08, 18:38h
Die Arbeit im Notel entspreche genau dem Auftrag des Ordens, betonte Provinzial Bruno Trächtler: „Wir wollen zu den Ärmsten der Armen gehen, wo sonst keiner den Dienst an den Menschen tun will.“ Und zwar „absichtslos“, wie Trächtler betont: „Wir nehmen die Menschen, wie sie sind, geben ihnen in ihrer Situation ihre Würde.“
Zwölf Betten stehen im Notel zur Verfügung, mehr als 3000 Übernachtungen zählen die acht Mitarbeiter, die von zehn ehrenamtlichen Helfern unterstützt werden, im Jahr. Ein Bett, eine Dusche, eine warme Mahlzeit, frische Wäsche: „Wir wollen eine Verelendung der Menschen verhindern und ihnen einen Raum der Ruhe geben“, sagt Sozialarbeiterin Ackerschott. Eine Auszeit vom Leben auf der Straße. Doch das Notel-Team leistet mehr als das: „Die Drogenabhängigen haben uns auf der Beziehungsebene in die Pflicht genommen“, sagt Ackerschott. Wenn sie das wollen, werden die Abhängigen auch im Gefängnis betreut, bei Entgiftung oder Therapie begleitet.
Die neue Trägerschaft eröffnet darüber hinaus weitere Perspektiven: Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll in der Victoriastraße eine Krankenwohnung für Drogenabhängige eröffnet werden.
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