Knapp 2000 Besucher, die teilweise zuvor schon mit den Kapellen durch die Stadt gezogen waren, lauschten beim Finale den schrägen Klängen von vier Schweizer und einer Kölner Guggenmusik-Gruppe mit insgesamt mehr als 200 Blasmusikanten. (BILD: RAKOCZY)
Knapp 2000 Besucher, die teilweise zuvor schon mit den Kapellen durch die Stadt gezogen waren, lauschten beim Finale den schrägen Klängen von vier Schweizer und einer Kölner Guggenmusik-Gruppe mit insgesamt mehr als 200 Blasmusikanten. (BILD: RAKOCZY)
Den Schweizer Kollegen nacheifern will das Kölner „Kunstorchester Kwaggawerk“. (BILD: RAKOCZY)
Köln -
„Das ist von den Pet Shop Boys“, erklärte ein Zuhörer beim großen Blasmusik-Finale im Rheingarten seinen Freunden, die zustimmend nickten. Doch da irrte der Musikexperte. „Lay all Your Love on Me“, temperamentvoll von der Schweizer Guggenmusik-Kapelle „Änteguugger“ interpretiert, war einst ein Hit von Abba. Aber das macht ja den besonderen Reiz dieser recht schrägen Blasmusik aus, dass man selbst bekannte Melodien nicht sogleich erkennt. Im Rahmen des „Sommer Köln“ hatte der in Luzern aufgewachsene und inzwischen in Köln lebende Komponist Reto Stadelmann vier Guggenmusik-Kapellen aus seiner Heimatregion Entlebuch nach Köln geholt, die knapp zwei Stunden auf den Treppen vor der Philharmonie im Wechsel mit ihren Kölner Blasmusik-Kollegen vom „Kunstorchester Kwaggawerk“ musizierten.
Zuvor waren die Kapellen an fünf Orten gestartet und in einem Sternmarsch durch die Innenstadt gezogen. Ungewöhnlich arrangiert konnte man Robbie Williams „Let Me Entertain You“ am Fischmarkt, Tina Turners „Simply the Best“ auf der Hohe Straße oder „Sexbomb“ von Tom Jones auf der Hohenzollernbrücke erkennen. Mit den Musikanten war Theo Schnider (50), der Direktor der Unesco-Biosphäre Entlebuch, angereist, der zunächst aus einem Bollerwagen heraus Prospekte und Käsehäppchen verteilte und später mit Sohn Christian (18) am Alter Markt zum Alphorn griff. (NR)