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Treffen mit Fans

Daum versöhnt sich mit Schwulen

Von Tobias Peter, 03.08.08, 12:29h, aktualisiert 04.08.08, 14:24h

Christoph Daums Äußerungen zu Homosexualität und Fußball haben große Empörung hervorgerufen. Der Trainer des 1. FC Köln hatte darin Schwule in die Nähe von Pädophilen gerückt. Doch jetzt gab es ein Versöhnungstreffen mit dem schwulen Fanclub des Vereins.

Daum Schwule
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Wieder versöhnt: Christoph Daum und der schwule Fanclub des 1. FC Köln. Ganz links Fanbeauftragter Rainer Mendel. (Bild: privat)
Daum Schwule
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Wieder versöhnt: Christoph Daum und der schwule Fanclub des 1. FC Köln. Ganz links Fanbeauftragter Rainer Mendel. (Bild: privat)
Köln - Keiner hält den 1. FC Köln so in Atem wie Christoph Daum. Mit seinen Äußerungen zu Homosexualität und Fußball hatte der Trainer viel Kritik hervorgerufen. Doch nun hat sich der Trainer hat im Geißbockheim mit Vertretern des homosexuellen Fanclubs "Andersrum rut-wiess" getroffen. Und dabei ist es ihm gelungen, die Unstimmigkeiten aus dem Weg zu räumen. "Daum weiß, dass er einen Fehler gemacht hat", sagte "Andresrum-rut-wiess"-Gründungsmitglied Andreas Stiene im Gespräch mit ksta.de. "Damit ist die Sache für uns vom Tisch."

Daum hatte in der DSF-Reportage "Das große Tabu - Homosexualität und Fußball" im Mai gesagt: "Wir sind aufgefordert gegen jegliche Bestrebungen, die gleichgeschlechtlich ausgeprägt sind, vorzugehen." Mit sehr großen Befremden war auch seine Begründung in der Öffentlichkeit aufgenommen worden. "Ich würde den Schutz der Kinder über jegliche Liberalisierung stellen", sagte er. Mit anderen Worten: Daum hat in den Interview Homosexuelle in die Nähe von Pädophilen gerückt.

Daums verspäteter Mut

Vor allem, aber nicht nur in Köln war die Aufregung groß. "Die Aussagen sind skandalös. Man muss sich nur mal vorstellen, ein junger schwuler Spieler müsste unter so einem Trainer A...loch arbeiten", sagte Corny Littmann, Präsident des FC St. Pauli und bekennender Schwuler. Der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck sagte ksta.de, Daum sei in seiner männlichen Rolle nicht gefestigt - und habe folglich Angst vor Schwulen. "Ich habe ihm ein Gespräch angeboten, der schwul-lesbische Fanclub des FC auch - aber er hat keines der Angebote bislang angenommen", setzte Beck hinzu. "Dazu ist Daum anscheinend zu feige."

Dass er den Mut für ein solches Treffen aufbringt, hat Daum nun - wenn auch verspätet - bewiesen. Anfangs sei die Atmosphäre angespannt gewesen, berichtet Andreas Stiene. Doch das habe sich rasch geändert, da Daum sich sehr offen gezeigt habe. "Ich wollte nie Homosexuelle in Verbindung mit Pädophilen stellen", sagte Daum dem "Sonntag Express" nach dem Treffen. Der Fanclub akzeptierte. "Christoph Daum hat uns glaubwürdig davon überzeugen können, dass er tolerant gegenüber Schwulen und Lesben ist", sagte Andreas Stiene. Er betonte: "Für uns war das eine glasklare Entschuldigung."



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